Unnötige 25:24 Niederlage der Luchse in Zwickau

Am neunten Spieltag der 1. Bundesliga waren die HL Buchholz 08-Rosengarten im Abstiegskampf gegen den BSV Sachsen Zwickau gefordert und unterlagen in der Halle Neuplanitz mit 25:24. Die Begegnung war durch viele technische Fehler beider Mannschaften gekennzeichnet, aber den Ausschlag für den knappen Erfolg der Zwickauerinnen müssen die Gäste bei sich selbst suchen, denn die Spielerinnen der HL Buchholz 08-Rosengarten vergaben vier Strafwürfe und scheiterten bei etlichen Kontern an der glänzend aufgelegten Torhüterin Nele Kurzke. Pia Adams und Rebeka Ertl waren mit jeweils sechs Treffern die erfolgreichsten Werferinnen ihrer Mannschaft, wobei Pia Adams alle ihre fünf Strafwürfe sicher verwandelte. Bei den Luchsen konnte sich Sarah Lamp mit acht Toren auszeichnen. Mit dem Sieg gegen die Norddeutschen verlassen die Sächsinnen die Abstiegsplätze und belegen mit 4:14 Punkten den 12. Rang der aktuellen Tabelle, während die Luchse mit 2:16 Punkten auf den Relegationsplatz rutschen.

Die Gäste aus der Nordheide waren schon einen Tag vorher angereist und das Trainer-Team hatte durch intensives Videostudium die Stärken und Schwächen des Gegners hervorragend analysiert und auch ein Mittel gefunden, die Konter der Heimmannschaft wirkungsvoll zu unterbinden. Dennoch kamen die Luchse nur schwer ins Spiel und gerieten bereits nach 13 Minuten deutlich mit 8:4 in Rückstand. Die Schützlinge von Dubravko Prelcec wirkten besonders im Angriff wenig ambitioniert und leisteten sich etliche technische Fehler, die die Zwickauerinnen zu leichten Toren ausnutzten. Aber die Luchse schalteten auf Kampfmodus und waren bis zur 20. Minute wieder im Spiel als Maj Nielsen zum 9:8 verkürzte. Nach diesem Teilerfolg ließen die Gäste wieder die Zügel schleifen und leisteten sich erneut unerklärliche Ballverluste oder scheiterten mit ihren Würfen an der hervorragenden Nele Kurzke, so dass die BSV Spielerinnen erneut mit 12:8 eine deutliche Führung herausspielen konnte, als Rebeka Ertl in der 24. Minute erfolgreich abschloss. Aber die Sächsinnen vergaben die Möglichkeit sich noch weiter abzusetzen, weil sich aus unerklärlichen Gründen viele Fehler in ihr Spiel einschlichen. Das wiederum nutzten die Luchse durch zwei Treffer aus dem Rückraum von Louise Cronstedt und einem Tor von Alexia Hauf zum Pausenstand von 12:11. Noch war keine Entscheidung gefallen, aber hier war auch schon klar, dass es ein zerfahrenes und torarmes Spiel werden würde, da besonders bei den Norddeutschen, mit Ausnahme von Sarah Lamp, viele Spielerinnen nicht ihr Leistungspotential abrufen konnten.

Im zweiten Abschnitt der Partie behauptete der BSV eine Zwei-Tore-Führung, doch bis zur 40. Minute drehten die Luchse mit einem 3-0-Lauf das Spiel als Louise Cronstedt, Maj Nielsen und Sarah Lamp erfolgreich verwandelten. Doch jetzt hielt auch die Heimmannschaft dagegen und so wogte das Spiel hin und her.

In der 45. Minute brachte erneut die starke Sarah Lamp ihr Team durch einen verwandelten Strafwurf in Front, aber danach gab es wieder einen Bruch im Spiel der Luchse und Zwickau konnte sich mit 23:20 Luft verschaffen, da die Luchse auch beste Chancen ungenutzt ließen. Bis zur 58. Minute führte der BSV mit 25:22, aber die Begegnung war noch nicht entschieden, denn die Luchse stemmten sich verzweifelt gegen die drohende Niederlage und verkürzten durch Maj Nielsen und Sarah Lamp auf 25:25. Neun Sekunden vor Beendigung der Partie hatten die Gäste noch die Chance zum Ausgleich, aber der abschließende Wurf konnte von der überragenden Nele Kurzke entschärft werden.

Beide Teams hatten nicht ihren besten Tag, aber insgesamt spielte der BSV Sachsen Zwickau den gefälligeren Handball und kam auch im Positionsspiel zu einigen schönen Toren. Den Luchsen hat die WM-Pause nicht gut getan, denn bis auf Sarah Lamp konnte keine der etablierten Spielerinnen ihr Potential abrufen. Dass es dennoch ein so enges Ergebnis wurde, ist einzig der Kampfkraft und der guten Abwehrleistung geschuldet, Ein möglicher Big-Point wurde durch eigene Unzulänglichkeiten vergeben und die zwei Punkte durch die überragende Torhüterin Nele Kurzke für den BSV festgehalten.

„Wenn man auswärts nur 25 Tore kassiert, dann spricht das für eine gute Abwehrleistung und man sollte das Spiel eigentlich für sich entscheiden, aber was wir im Angriff heute liegen gelassen haben, macht mich doch ein wenig sprachlos. Wir hatten nicht unseren besten Tag, aber bei etwas mehr Konzentration wäre in Zwickau mehr möglich gewesen. Diese bittere Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben, aber jetzt müssen wir den Blick nach vorn richten und uns einfach besser präsentieren“, hadert Dubravko Prelcec, der Trainer der Luchse. Sven Dubau, der Geschäftsführer der Luchse, sieht trotz der Niederlage auch positive Aspekte: „Die Saison ist noch lang und in den nächsten Spielen sind wir nur Außenseiter, was uns mehr liegt. Ich freue mich über das geglückte Comeback unserer Stammtorhüterin Mareike Vogel, die nach ihrem Kreuzbandriss in den letzten 12 Minuten des Spiels bereits gezeigt hat wie wertvoll sie für uns ist. Sarah Lamp hat alles gegeben, was möglich war. Ich hoffe, dass unsere anderen Führungsspielerinnen bei den kommenden Aufgaben wieder ihr Leistungspotential abrufen können.“ 

Bildquellen

  • Handball: Pixabay

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