Gelber Sack, Gelbe Tonne oder Wertstofftonne? – Jetzt abstimmen!

Die Bürgerinnen und Bürger können für eine von drei Varianten stimmen: Gelber Sack, Gelbe Tonne oder Wertstofftonne

Eure Meinung ist gefragt: Landkreis Harburg startet Umfrage zur Leichtverpackungssammlung. Bis zum 9. September Stimme abgeben.

Gelber Sack, Gelbe Tonne oder Wertstofftonne – bei der Frage, welches System zur Leichtverpackungssammlung ab Januar 2023 im Landkreis Harburg genutzt werden soll, haben nun die Bürgerinnen und Bürger das Wort: Unter www.landkreis-harburg.de/umfrage-abfall findet Ihr eine Abstimmung, über Euer favorisiertes Sammelsystem. Die Umfrage läuft vom 11. August bis zum 9. September. Auf Grundlage des Umfrageergebnisses will der Kreistag im Herbst 2021 eine Entscheidung treffen.

Bisher werden die Leichtverpackungen aus privaten Haushalten (Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundstoffen) ganz überwiegend in Gelben Säcken gesammelt. Nur in größeren Mehrfamilienhäusern stehen 1.100-Liter-Sammelbehälter für die Entsorgung der Verpackungen zur Verfügung.
Zur Sammlung der Leichtverpackungen kommen grundsätzlich drei Systeme in Frage:

Quelle: Landkreis Harburg
Die Bürgerinnen und Bürger können für eine von drei Varianten stimmen: Gelber Sack, Gelbe Tonne oder Wertstofftonne

Der Gelber Sack

Im Gelben Sack dürfen Verkaufsverpackungen aus Plastik, Metall und Verbundverpackungen (Getränkekartons) gesammelt werden. Die Kosten für die Einsammlung und Verwertung der Abfälle und die Bereitstellung der Gelben Säcke werden vollständig von den Betreibern des Sammelsystems, den Dualen Systemen, übernommen. Die Einsammlung und Verwertung der Verkaufsverpackungen ist in Deutschland rein privatwirtschaftlich organisiert. Dafür werden keine Abfallgebühren erhoben. Vielmehr bezahlen die Kundinnen und Kunden bereits beim Einkauf über den Produktpreis auch die Verpackungsentsorgung.

Die Gelbe Tonne

In der Gelben Tonne dürfen Verkaufsverpackungen aus Plastik, Metall und Verbundverpackungen (Getränkekartons) gesammelt werden. Die Kosten für die Einsammlung und Verwertung der Abfälle und die Bereitstellung der Gelben Tonnen werden ebenso wie beim Gelben Sack vollständig von den Betreibern des Sammelsystems, den Dualen Systemen, übernommen.

Wertstofftonne

In der Wertstofftonne dürfen Verkaufsverpackungen aus Plastik, Metall und Verbundverpackungen (Getränkekartons) und „stoffgleiche Nichtverpackungen“ gesammelt werden – das sind z.B. Haushaltsgegenstände und Spielzeug aus Kunststoff und Metall. Die Abfallwirtschaft muss sich anteilig an den Kosten für die Einsammlung und Verwertung der stoffgleichen Nichtverpackungen sowie für die Anschaffung der Wertstofftonnen beteiligen. Eine gesonderte Gebühr wird für die Wertstofftonne nicht erhoben, die Wertstofftonne wird aus den Gebühren für die Restabfalltonnen mitfinanziert. Bei der aktuellen Marktlage würden die Abfallgebühren pro Haushalt um ca. 8 Euro im Jahr steigen.

Seit Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes haben die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (Landkreise) die Möglichkeit, bei der Wahl des Sammelsystems für Leichtverpackungen mit zu entscheiden. Notwendige Voraussetzung ist, dass die Sammlung der Leichtverpackungen effizient und wirtschaftlich erfolgt. Denn mit dem Verpackungsgesetz verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, einen Großteil der Verpackungen einer hochwertigen werkstofflichen Verwertung zuzuführen.