Heute, am 3. März 2021 ist Tag des Artenschutzes. Auftakt eines ganzen Jahres voller Aktionstage, die auf den Schutz unserer Natur und ihrer Bewohner aufmerksam machen sollen. Die Buchholzer Organisation Parents for Future wollen über die Dringlichkeit des Artenschutzes hier in unserer Region informieren und geben Euch nützliche und vor allem einfache Tipps, wie Ihr Euren Beitrag leisten könnt.

Der 1. März und damit der kalendarische Frühlingsanfang ist da! Erstes Grün reckt die Triebe gen Sonne, das Vogelgezwitscher wird lauter und sogar dem ein oder anderen Schmetterling können wir schon begegnen. Die Organisation Parents for Future Buchholz möchte in 2021 Jahrestage mit ökologischem Bezug zum Anlass nehmen, darauf aufmerksam zu machen, wo die Natur unseren Schutz und unsere Fürsorge gebrauchen kann.

Bedrohte Tier- und Pflanzenarten in unserer Region

Am 3. März 1973 wurde das Washingtoner Artenschutzübereinkommen unterzeichnet, um Tier- und Pflanzenarten zu schützen – dies war die Geburtsstunde des Artenschutztages.

Es geht nicht um das Sterben von einzelnen Arten, sondern es geht um ein
Massenaussterben.

Jens Jetzkowitz vom Berliner Naturkundemuseum

Laut NABU sei in Niedersachsen die Hälfte von 11.000 Pflanzen- und Tierarten bedroht. Darunter fast zwei Drittel aller Wildbienenarten. Im Landkreis Harburg gelte beispielsweise rund die Hälfte der 64 heimischen Schmetterlingsarten als gefährdet.
Der stetig wachsenden Flächenverbrauch für Wohnen und Verkehr verdränge Tier- und Pflanzenarten. Hierfür gäbe es auch in Buchholz aktuelle Beispiele: Für ein Wohngebiet und eine Ortsumfahrung sollen ca. 45 Fußballfelder versiegelt und Landschaft großräumig zerschnitten werden.

7 Einfache Tipps um Tieren und Pflanzen zu helfen

Trotz all der erschreckenden Zahlen könnt Ihr selber mit wenigen und einfachen Mitteln viel zum Artenschutz beitragen. Parents for Future Buchholz hat 7 einfache und nachhaltige Tipps für Euch, die ganz nebenbei auch noch Spaß machen:

  • Werdet Baumpate zum Beispiel in einer Neubausiedlung – sprecht dazu einfach das Grünamt Buchholz an.
  • Verwandelt nach Absprache mit dem Grünamt öffentliche Grünflächen in Blühwiesen. Nutzt dazu die Frühjahrszeit und sät heimische Wildblumen aus. Um die Blühwiese vor dem Rasenmäher der Stadt zu schützen, könnt Ihr beim Grünamt Plaketten beantragen.
  • Bleibt auf dem Liegestuhl und lasst den Garten Garten sein. Wer den Mut hat einen Teil seines Gartens verwildern zu lassen, spart nicht nur Arbeit, sondern lockt auch die Natur und ihre Bewohner zurück.
  • Kauft Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft, um damit dem verstärkten Chemie-Einsatz beim Anbau von Lebensmitteln oder der Haltung von Nutztieren entgegenzuwirken
  • Vermeidet deshalb auch den Einsatz von Chemie im eigenen Garten und setzt zum Beispiel auf Kompost als natürlichen Dünger.
  • Lasst das Auto in der Garage. So vertreibt Ihr mit Lärm und Abgasen nicht die heimischen Tiere und bleibt nebenbei fit.
  • Engagiert Euch selbst in lokalen und regionalen Umweltschutzverbänden. Gemeinsam macht es noch mehr Spaß die Artendiversität zu erhalten.