Das Lüneburger Oberverwaltungsgericht hat das vom Land Niedersachsen mit seiner Corona-Verordnung ausgesprochene landesweite Verbot von  Silvesterfeuerwerk vorläufig außer Kraft gesetzt. Trotzdem bittet die Stadt alle Buchholzerinnen und Buchholzer, die noch Feuerwerk aus den Vorjahren zu Hause liegen haben, auf das Abbrennen zu verzichten.

Ein derart umfassendes Feuerwerksverbot sei als Infektionsschutzmaßnahme nicht notwendig, teilte das Gericht mit. Das wegen der nach wie vor steigenden Infektionszahlen von Bundesregierung und Ministerpräsidenten beschlossene bundesweite Verkaufsverbot von Pyrotechnik für Silvester und Neujahr sowie das gleichzeitig ausgesprochene An- und Versammlungsverbot sind davon nicht betroffen. Aus der Entscheidung des Lüneburger OVGs ergibt sich gleichwohl, dass alte Knaller und Raketen gezündet werden dürfen.

Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse bittet alle Buchholzerinnen und Buchholzer auf das Böllern zu verzichten

In Anbetracht dieser Situation bittet die Stadt alle Buchholzerinnen und Buchholzer, die noch Feuerwerk aus den Vorjahren zu Hause liegen haben, auch hier auf das Abbrennen zu verzichten.  „Die Gefahr, sich beim gemeinsamen Böllern in Gruppen mit dem Corona-Virus zu infizieren ist hoch,“ betont Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse, „ebenso das Risiko, sich bei unsachgemäßen Gebrauch durch Feuerwerk zu verletzen.“ Vor diesem Hintergrund und der bereits enormen Belastung des Gesundheitssystems rät Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse deshalb dringend vom Zünden von Silvesterfeuerwerk ab und appelliert: „Nehmen Sie Rücksicht, schützen Sie sich und andere vor Infektionen, verzichten Sie ganz auf die Knallerei!“ Nicht zuletzt werde dadurch auch die Umwelt entlastet und die Tierwelt nicht in Angst und Schrecken versetzt.

Auf Böllerverbotszonen in Buchholz achten

Wer gleichwohl seine Altbestände abbrennt, muss zwingend die Böller-Verbotszonen beachten. „Grundsätzlich darf zwar nach der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz am 31. Dezember sowie am 1. Januar Feuerwerk abgebrannt werden“, erklärt der Leiter der Buchholzer Ordnungsbehörde, Finn Block. Die Verordnung legt allerdings zugleich fest, dass in unmittelbarer Nähe zu Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie brandgefährlichen Gebäuden oder Anlagen – etwa Reetdachhäusern und Tankstellen – die Knallerei verboten ist. Das Verbot gilt nach Verordnungen des Landkreis‘ Harburg auch für Landschaftsschutzgebiete. In Buchholz also etwa für den Lohbergenforst, Brunsberg, Steinbachtal, Stuven- und Klecker Wald. „Wir haben eine Karte erstellt, die alle diese Zonen aufzeigt, in denen das Böllern gesetzlich verboten ist“, erläutert Block.

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