Wann wird ein Corona-Test gemacht?

Seit der Schließung der Testzentren und der Veränderung der Kriterien für Reiserückkehrer durch das Bundesgesundheitsministerium haben viele Menschen Fragen zum Corona-Test. Viele sind unsicher, unter welchen Voraussetzungen sie einen Test machen lassen können und wohin sie sich wenden sollen. Erste Ansprechpartner bei Symptomen sind die Hausärztinnen und Hausärzte.

Der Landkreis Harburg informiert über fünf verschiedenen Szenarien, wann Tests gemacht werden, wie sie ablaufen und ob die Krankenkasse die Kosten trägt.

1. Test bei Symptomen

Wer Symptome einer Covid-19-Erkrankung wie Husten, Fieber, Schnupfen, Atemnot oder Störung des Geruchs- oder Geschmackssinns aufweist, wendet sich an den Hausarzt. Die Corona-Tests werden entweder von den behandelnden Hausärzten selbst durchgeführt oder die Patienten werden nach telefonischer Anmeldung für einen Test in die Praxis bestimmter Hausärzte verwiesen, die sich bereit erklärt haben, als Infektionspraxen zu fungieren. Wer keinen Hausarzt hat, wendet sich an den Kassenärztlichen Notdienst über Telefon 116 117. Die Kosten für die Tests übernimmt die Krankenkasse. Dem Kreisgesundheitsamt werden weiterhin alle positiven Corona-Befunde gemeldet. Das Gesundheitsamt verfolgt Infektionsketten zurück und ermittelt Kontaktpersonen. An Covid-19 erkrankte Personen sowie deren direkte Kontaktpersonen müssen in häusliche Quarantäne, um so die Weiterverbreitung des Virus zu verhindern.

2. Test nach Warnung der Corona-APP

Wer von seiner Corona-App gewarnt wird, dass ein erhöhtes Ansteckungsrisiko besteht, sollte sich umgehend beim Hausarzt oder beim Kreisgesundheitsamt melden. Ihr habt Anspruch auf ärztliche Beratung und einen Corona-Test. Falls der Test positiv ausfällt, wird der oder die Betroffene darüber informiert und kann die Ansteckung über die Corona-App anonymisiert für andere App-Nutzer sichtbar machen. Das Testlabor informiert außerdem das zuständige Gesundheitsamt, es folgt eine 14-tägige Quarantäne, auch bei leichten Krankheitsverläufen oder wenn keine Symptome auftreten. Auch dabei werden die Testkosten von der Krankenkasse übernommen.

3. Test nach Rückkehr aus Risikogebiet

Reisrückkehrer aus Risikogebieten müssen sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Durch den Nachweis eines negativen Testergebnisses kann die Quarantäne verkürzt werden. Diese Tests sind kostenlos und werden ebenfalls in der Hausarztpraxis vorgenommen, teilweise ist es auch bereits am Flughafen oder Hafen möglich. Ein Anrecht auf den Test besteht innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise. Das gilt aber nur für Rückkehrer aus Risikogebieten, auch, wenn sie keinerlei Krankheitssymptome aufweisen. Die Möglichkeit der grundsätzlichen Testung von Reiserückkehrern aus Nicht-Risikogebieten ist wieder gestrichen.

4. Tests ohne medizinischen Anlass

Personen, die nicht Covid-19 krankheitsverdächtig, keine Kontaktpersonen sind und nicht in der Verordnung zum Anspruch auf Testungen aufgeführt sind, haben keinen Anspruch darauf, dass die jeweilige Krankenkasse für einen Corona-Test aufkommt – etwa wenn der Arbeitgeber, ein Einreiseland oder Urlaubshotel einen negativen Corona-Test verlangen. Die Kosten für diese Testungen müssen selbst getragen werden.

5. Tests vor geplantem Krankenhausaufenthalt

Wenn Personen, die keinerlei Corona-Symptome aufweisen, vor einer geplanten Krankenhausaufnahme getestet werden, handelt um eine prästationäre Leistung. Sie ist vom Krankenhaus und nicht ambulant zu erbringen.

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