2019 wurden in Deutschland pro Stunde rund 32 Fahrräder gestohlen. Zwar ist die Zahl der Fahrraddiebstähle im 10-Jahres-Vergleich um fast 20 Prozent gesunken, allerdings ist die Schadenssumme pro Diebstahl deutlich gestiegen. Carsten Bünger, Beauftragter für Kriminalprävention bei der Polizeiinspektion Harburg, hat daher einige Tipps für Euch, wie Ihr Euer Rad bestmöglich schützen könnt.

Vor allem beim Diebstahl von Elektrorädern kann der Schaden schnell bei mehreren Tausend Euro liegen. Deshalb empfiehlt der Experte gerade bei Elektrorädern ein sicheres Abstellen.

Tipps gegen Fahrraddiebstahl

  • Nutzt zur Sicherung des Rades stabile, qualitativ hochwertige Fahrradschlösser (Richtwert: ca. 10% des Kaufpreises des Fahrrads. (www.vds-home.de, www.adfc.de oder www.test.de)
  • Nutzt mehrere Schlösser pro Rad, z.B. für Vorder- und Hinterrad sowie den Akku
  • Schließt Euer Rad nicht nur ab, sondern auch an, z.B. an Fahrradbügeln oder Laternenmasten
  • Vermeidet längere unbeaufsichtigte Abstellzeiten
  • Nutzt die Möglichkeiten von Fahrradboxen
  • Notiert die Daten Eures Rades (Hersteller, Typ, Rahmennummer, individuelles Merkmal, Farbe usw.) in einem Fahrrad-Pass o.ä.

GPS Tracker können helfen

Carsten Bünger, Beauftragter für Kriminalprävention
bei der Polizeiinspektion Harburg

Mittlerweile gibt es auch die Möglichkeit, sog. GPS-Tracker einzusetzen. Sie werden versteckt am Rad montiert, damit Ihr den Diebstahl zeitnah mitbekommt. Verhindern können die Tracker einen Diebstahl aber nicht!
Weitere Infos gibt es in dem Faltblatt „Räder richtig sichern“ bei jeder Polizeidienststelle, unter www.polizei-beratung.de und bei Carsten Bünger direkt: Tel. 04181/285-108 oder carsten.buenger@polizei.niedersachsen.de.

Bildquellen

  • Carsten Bünger, Beauftragter für Kriminalprävention bei der Polizeiinspektion Harburg: Polizeiinspektion Harburg