Am Samstag, den 12. September 2020, ereignete sich kurz vor 14 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall auf der Hannoverschen Straße (B3) beim Ortseingang Sprötze. Ein Motorradfahrer stieß mit einem Auto zusammen und wurde dabei schwer verletzt. Nach dem Unfall störten ungeduldige Verkehrsteilnehmer die Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit.

Der aus Welle kommende Motorradfahrer (54) überholte mit mutmaßlich überhöhter Geschwindigkeit mehrere Fahrzeuge in einem Stau auf der Hannoverschen Straße. Ein aus der Gartenstraße einbiegender Seat-Leon-Fahrer (21), dem andere Verkehrsteilnehmer eine Lücke offen ließen, tastete sich nach Zeugenangaben vorsichtig auf die Hannoversche Straße ein: Er habe aber wegen der Geschwindigkeit des Motorradfahrers bei dieser Verkehrslage keine Chance gehabt, den Motorradfahrer rechtzeitig zu erkennen. Es kam zur Kollision, bei der der Motorradfahrer schwer verletzt wurde. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert, der Seat-Fahrer blieb unverletzt. Der Sachschaden beläuft sich auf mindestens 20.000 Euro, da beide Fahrzeuge Totalschaden erlitten.

Rücksichtsloses Verhalten einiger Autofahrer

Für die Rettungsmaßnahmen und die polizeiliche Unfallaufnahme musste die B3 halbseitig gesperrt werden. Dabei wurden die Einsatzkräfte von mehreren ungeduldigen Verkehrsteilnehmern gestört: Einige umfuhren die Absperrung und gefährdeten damit sich und die Einsatzkräfte. Andere zeigten kein Verständnis für die kurzfristige Sperrung, nach Angaben der Polizei bepöbelte ein Autofahrer Polizisten und forderte die Freigabe der Straße. Dadurch verzögerten sich die Unfallaufnahme und die Sperrung.