An der Harburger Straße in Dibbersen hat sich eine artenreiche Pflanzenwelt angesiedelt. Was für den Menschen vielleicht ungepflegt aussieht, ist ein Schlaraffenland für Insekten: Schafgarbe, Johanniskraut, Blauer Natternkopf und mehr sorgen für reichlich Nahrung für die kleinen Tiere.

Thomas Söller, Leiter des Fachdienstes StadtGrün, freut sich über den bunten Wuchs an der Harburger Straße: „Dort hat sich – da im Sommer nicht mehr so oft und nur noch spät gemäht wird – eine artenreiche blühende Pflanzenvielfalt angesiedelt.“ Schafgarbe, Johanniskraut, Hundskamille, Rainfarn, Blauer Natternkopf (auch Blauer Heinrich genannt) und Co. böten mit ihrem Nektar und den Pollen für Erdhummel, Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge reiche Nahrung. „Auch das Jakobskreuzkraut, auf Weideflächen als giftige Pflanze gefürchtet, bietet hier dem auf diese Pflanzen spezialisierten Jakobskrautbären Lebensraum“, berichtet Söller und erklärt: „Der Jakobskrautbär ist aber kein furchteinflößendes Säugetier, sondern ein harmloser Schmetterling.“ Das Jakobskreuzkraut ist auch ein natürlicher Teil der Kulturlandschaft. „Vielen Insektenarten, die sich teilweise stark auf die im Juli blühende Art spezialisiert haben, dient es als Futterpflanze, da das Nahrungsangebot in dieser Zeit eher knapp ist.“ 

Bildquellen

  • Grünstreifen an der Harburger Straße: Stadt Buchholz / Heinrich Helms