Die Buchholzer Künstlerin Julia Kotenko konnte mit ihrem Ölgemälde den Wettbewerb der Stadtbücherei für sich entscheiden. Die Aufgabe dabei war, ein Bild für eine Wand im Eingangsbereich der Stadtbücherei zu schaffen, die durch die Corona-Pandemie frei geworden war. Vor Corona standen dort die Garderobenschränke, jetzt hängt hier das leuchtende Gewinnermotiv.

„Normalerweise kuratieren wir jedes Jahr zahlreiche Ausstellungen“, sagt Uta Golombek, die gemeinsam mit Martina Fäsecke die Buchholzer Stadtbücherei  leitet. „In diesem Jahr mussten wir coranabedingt leider alle absagen.“ Sehr zum Bedauern von Publikum, Künstlern und dem Team des Medienhauses. „Wir haben uns deshalb für die von den Absagen betroffenen Künstlern einen Wettbewerb einfallen lassen und ein kleines Preisgeld ausgelobt“, berichtet Heike Hansen, in der Stadtbücherei unter anderem für die Artothek verantwortlich. „Wir haben tolle Entwürfe bekommen“, berichtet Fäsecke. Die meisten Stimmen bei der Entscheidung entfielen auf die Arbeit der Buchholzer Künstlerin Julia Kotenko. „Nach acht Wochen Schließung wollten wir wieder raus, Fenster und Türen öffnen, Medien rausgeben“, so Golombek. „Im Bild von Julia Kotenko kommt unser Anliegen sehr gut zum Ausdruck.“

„Mehr Licht ins Haus“

Kotenkos 170 mal 130 Zentimeter große Arbeit zeigt ein offenes Fenster aus dem Bücher wie Vögel mit flatternden Seiten in einen strahlend blauen Himmel mit weißen Wolken steigen. „Ich wollte mehr Licht ins Haus bringen, so entstand das Fenster und dann kamen noch die Bücher hinzu“, so Kotenko. Den ganzen Juli hindurch hat die 50-Jährige beinahe täglich an dem Ölgemälde gearbeitet. Seit dem 03. August hängt es im Eingangsbereich des Medienhauses. Wenn dort wieder Garderobenschränke stehen sollten, wird es vielleicht in den Bestand der Artothek übergehen. Solange könnt Ihr es in der Stadtbücherei betrachten.

Bildquellen

  • Julia Kotenko mit ihrer Arbeit in der Stadtbücherei: Stadt Buchholz / Heinrich Helms