Wer ein Wespen- oder Hornissennest in seinem Umfeld hat und es entfernen lassen möchte, sollte bei der Wahl eines Schädlingsbekämpfers aufmerksam recherchieren. Gerade im Internet gibt es einige unseriöse Angebote. Der Landkreis Harburg empfiehlt Bürgerinnen und Bürgern daher, sich an die ehrenamtliche Wespen- und Hornissenberatung im Landkreis zu wenden.

Wer ein Wespen- oder Hornissennest im Garten, an der Garage oder dem Gartenschuppen entdeckt, ist oft besorgt. Doch Hummeln, Hornissen und andere Wespenarten stehen unter besonderem gesetzlichen Schutz und dürfen nicht verletzt oder gefangen werden. Im besten Fall arrangiert man sich mit den neuen Mitbewohnern, wartet darauf, dass die Königin im Herbst auszieht und das Volk dann auf natürliche Weise stirbt. Wenn das nicht möglich ist, weil sich zum Beispiel Kinder oder Allergiker regelmäßig in der Nähe aufhalten, sollte man die ehrenamtlichen Wespen- und Hornissenberaterinnen und -berater des Landkreises anrufen.

Berater geben Tipps und siedeln die Tiere in Notfall um

Die neun ehrenamtlichen Experten führen überwiegend Telefonberatungen durch, falls erforderlich beraten sie auch vor Ort. Stellt das Nest tatsächlich eine Gefahr dar, sind die Berater dazu ausgebildet, die schwarz-gelben Insekten art- und fachgerecht umzusiedeln. Die telefonischen Beratungen sind kostenlos. Lediglich für Beratungen vor Ort und die Umsiedlung des Nestes wird eine Gebühr erhoben. Die Kosten für die Umsiedlung eines Wespen- bzw. Hornissennestes belaufen sich auf 70 Euro plus gegebenenfalls Materialkosten. Bei Ortsterminen fallen zusätzlich noch Fahrtkosten an. Die Kontaktdaten findet Ihr auf der Seite des Landkreises und bei der Naturschutzabteilung, Telefon 04171 – 693 296. 

Anbieter im Netz auf Seriosität überprüfen!

Vorsicht ist nach Angaben der Naturschutzabteilung oft bei Schädlingsbekämpfern geboten, die man im Internet findet. Achtet darauf, ob die Firma eine Anschrift, Steuernummer und Handelsregisternummer hat. Wenn nur eine Handynummer angegeben ist, solltet Ihr skeptisch werden. In der Saison sind häufig unseriöse Firmen aktiv, die oft zu deutlich überhöhten Preisen tätig werden. Hinzu kommen die Qualen für die Tiere, wenn sie nicht fachgerecht vergiftet werden, teilweise über mehrere Tage verenden und unter Umständen weitere Lebewesen in Mitleidenschaft gezogen werden.

Nestbau kann verhindert werden

Wespen und Hornissen bleiben nur für ein Jahr in ihrem Nest. Viele Probleme mit den kleinen Insekten lösen sich daher mit der Zeit von allein. Außerdem ist es hilfreich, zu Beginn des Sommers den Garten nach Hinweisen auf eine mögliche Ansiedlung abzusuchen. Gerade unter Vordächern, im Gartenschuppen oder versteckt im Klettergerüst siedeln sich Wespen und Hornissen gern an. Die betroffene Stelle kann mit einem Wasser-Spülmittel-Gemisch benetzt werden und wird dann in den meisten Fällen von den Tieren gemieden. Alternativ funktionieren auch Essigessenz, Nelken- oder Zitronenöl. Der Zugang zu den anfänglichen Nestbauten kann aber auch einfach verschlossen werden. Wer beispielsweise eine Hornissenkönigin beim Nestbau beobachtet, kann versuchen, dass die Königin keinen Zugang mehr zu der Stelle hat, damit sie sich einen anderen Standort sucht.

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