Damit es in Buchholz nicht zu Überflutungen kommt, stehen rund 50 Regenrückhaltebecken bereit. Der Bauhof und der Fachdienst Stadtentwässerung kümmern sich um die Instandhaltung und sorgen dafür, dass die Becken auch der Natur zu Gute kommen.

In den letzten Tagen hat es ein paar Mal kräftig geregnet. Doch auch wenn wir nass werden und sich einige Pfützen im Garten bilden, kommen uns Überschwemmungen nur selten in den Sinn. Damit das so bleibt, kümmern sich der Bauhof und der Fachdienst Stadtentwässerung gemeinsam um die rund 50 Regenrückhaltebecken in Buchholz. Rolf Krüger vom Buchholzer Bauhof ist zur Zeit mit seinen Kollegen Alexander Bühl und Hans-Jürgen Röhrs unterwegs und pflegt die Becken.

Wofür gibt es die Becken überhaupt?

In Regenrückhaltebecken sammelt sich Regen. Ihre Aufgabe dabei ist es, ein verzögertes und reduziertes Abfließen zu ermöglichen. Durch die gemäßigte Freigabe von Regenwasser werden Überflutungen verhindert. Damit dies reibungslos vonstattengehen kann, muss es regelmäßig gewartet werden. Dies geschieht mit Hilfe der Pflege vom Bauhof und dem Fachdienst Stadtentwässerung.

Wie sieht die Arbeit am Regenrückhaltebecken aus?

„Die Kollegen sind von Anfang März bis in den Oktober damit beschäftigt, unsere Regenrückhaltebecken zu pflegen“, sagt Stefan Semmler vom Fachdienst Stadtentwässerung. Außer Mähen gehört die Regulierung des Baumbewuchses, Zaunkontrolle, die Pflege technischer Infrastruktur wie Gitter und Mönche und anderes mehr dazu. Für die Funktion der Anlagen ist das unerlässlich. „Wir können das Grün nicht einfach stehen lassen“, erläutert Semmler. Die technischen Bauwerke sind Zwischenspeicher für Regenwasser. Im Becken Am Krützbarg sammeln sich beispielsweise unter anderem die Niederschläge aus den Bereichen Buchholzer Berg, Feldkamp, Haferkamp und den Am Krützbarg angrenzenden Arealen. „Bei starkem Regen läuft das Becken in rund zehn Minuten voll“, weiß Röhrs. „Wenn sich die Gräben zusetzen, kann das Wasser nicht mehr gut und kontrolliert abfließen“, erläutert Semmler.

Naturnahe Becken bis hin zum Biotop

Für das Becken Am Krützbarg brauchen die Männer vom Bauhof rund einen Tag. „Hier gestaltet sich die Pflege relativ einfach“, sagt Bühl. Die Neigung des Beckenrands ist kommod, die Flächen sind gut mit dem Cutter zu bearbeiten, die Handarbeit hält sich in Grenzen. Das ist nicht bei allen Sammelanlagen der Fall. „Da gibt es große Unterschiede“, berichtet Krüger. Große Becken, steile Ränder, viel Baumbewuchs und anderes mehr machen die Arbeit schwieriger und langwieriger – aber auch interessanter und abwechslungsreicher. 
Letzteres dürfte künftig Standard sein. „Neue Regenrückhaltebecken werden, so weit es die technische Funktion erlaubt, naturnah und ökologisch gestaltet“, erklärt Semmler. Bei der Stadt gibt es solche Anlagen beispielsweise in der Parkstraße, an der Zimmererstraße und am Weidenweg. „In Brumhagen ist unser Regenrückhaltebecken sogar ein Biotop.“ Je naturnäher sie sind, desto unscheinbarer sind diese Anlagen. Semmler, Bühl, Krüger und Röhrs sorgen dafür, dass diese wichtigen Mosaikstücke im Gesamtsystem Stadtentwässerung ihre Funktion erfüllen.

Bildquellen

  • Stefan Semmler (von links), Alexander Bühl, Jürgen Röhrs und Rolf Krüger (nicht im Bild): Stadt Buchholz