Die Corona Pandemie bringt die Haushalte von Bund, Ländern und Kommunen in Schieflage. Auch die Stadt Buchholz muss in 2020 mit weniger Einnahmen und mehr Ausgaben rechnen. Am Ende könnten 12 Millionen Euro in der Stadtkasse fehlen, erläuterte der Erste Stadtrat Dirk Hirsch auf einer Ratssitzung.

„Wir müssen davon ausgehen, dass wir das laufende Haushaltsjahr mit einem sehr großen Defizit abschließen müssen“, so Dirk Hirsch. Um rund 100 Milliarden Euro werden nach Angaben des Arbeitskreises Steuerschätzung des Bundesfinanzministeriums die Steuereinnahmen 2020 zurückgehen. Das entspricht einem Einbruch von rund zehn Prozent.

Corona belastet die Kommunen doppelt

Bei den Kommunen dürfe das Minus sogar noch deutlich größer ausfallen. Mit Einnahmeausfällen in einer Größenordnung von mindestens 7 bis 10 Millionen Euro für die Stadt rechnet Hirsch. Durch andere sinkende Einnahmen, wie etwa durch den Verzicht auf Kitagebühren, sowie Mehrausgaben für bspw. Hygienemaßnahmen könnte sich das Haushaltsdefizit auf bis zu 12 Millionen Euro summieren. Damit ist ein ausgeglichener Haushalt unmöglich, der Nachtragshaushalt für 2020 bereits in Arbeit. Dieser soll voraussichtlich Mitte Juli verabschiedet werden. 

Rettungsschirm für die Kommunen zu gering?

Bund und Länder haben für die Kommunen einen Rettungsschirm angekündigt, der ab Anfang 2021 Gelder bringen könnte. In Anbetracht der Steuerausfälle bei Bund und Land erwartet Hirsch aber keine großen Beihilfen: „Für Buchholz wird voraussichtlich nur ein kleiner Teil davon übrig bleiben.“ Daher befürchtet der Erste Stadtrat: „Die Auswirkungen der Pandemie werden wir auch in den kommenden Jahren deutlich spüren.“ 


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  • Erster Stadtrat Dirk Hirsch: Stadt Buchholz