Bei vielen Menschen lösen sie blanke Panik aus: Wespen und Hornissen. Doch auch bei aller Angst stehen die Insekten unter Naturschutz und dürfen nicht verletzt werden. In den meisten Fällen stellen die Tiere keine große Gefahr dar. Stört Euch in Eurem Umfeld allerdings ein Nest, könnt Ihr Euch an ehrenamtliche Wespen- und Hornissenberater wenden, die die ungebetenen Gäste notfalls umsiedeln.

Im Frühling und Sommer halten viele Insekten Einzug in die Gärten. Während sich die meisten Menschen mit Hummeln und Bienen arrangieren, werden Wespen und Hornissen oft wie Feinde oder Schädlinge behandelt. Gefahr geht von ihnen jedoch nur selten aus. Vielmehr übernehmen sie nützliche Aufgaben. Sie bestäuben Blumen und halten sogar andere Insektenarten fern.

Der richtige Umgang zählt

Da Wespen und Hornissen unter Naturschutz stehen, dürfen sie weder verletzt noch gefangen gehalten werden. Solch aggressive Vorgehensweisen sind jedoch auch nicht notwendig. Wenn Ihr Euch den summenden Besuchern ohne hastige Bewegungen nähert und sie nicht anpustet oder nach Ihnen schlagt, lassen sie Euch in der Regel genauso in Frieden. Wenn Ihr ein Nest oder eine sehr hohe Dichte an den Insekten bemerkt, ist dies meistens weniger problematisch, denn der Neststandort wechselt jährlich. Solltet Ihr Hinweise auf eine künftige Ansiedlung finden, könnt Ihr dem beispielsweise mit Zitronenöl oder einem Gemisch aus Wasser und Spülmittel entgegenwirken. Alternativ könnt Ihr auch die Zugänge zum Standort verschließen, so dass sich die Fluginsekten nach einem neuen umsehen müssen.

Lasst Euch von Experten helfen

Solltet Ihr Euch dennoch eine Expertenmeinung einholen wollen, unterstützt Euch der Landkreis Harburg. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer stehen Euch sowohl telefonisch als auch persönlich zur Seite. Beratungen vor Ort und Beseitigungen des Nests kosten 70 Euro. Weitere Infos gibt es unter 04171-693 296 bei der Naturschutzabteilung des Landkreises oder unter „Hornissen- und Wespenberatungen“ im Netz.

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