Das Freilichtmuseum am Kiekeberg ist wegen der Eindämmung der Corona-Infektionen geschlossen. Auch seine vier Außenstellen – der Museumsbauernhof Wennerstorf, das Mühlenmuseum Moisburg, die Museumsstellmacherei Langenrehm und das Feuerwehrmuseum Marxen – öffnen nicht. Darüberhinaus sind alle großen Veranstaltungen bis 31. August 2020 abgesagt.

„Die Schließung trifft uns, wie alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen, hart“, sagt Museumsdirektor Stefan Zimmermann. Allein für den Zeitraum 14. März bis 20. April fehlen ca. 300.000 Euro Einnahmen für Stiftung und Förderverein, 35.000 Besucher wären wohl zum Kiekeberg gekommen. Die Mitarbeiter arbeiten in Kurzarbeit. „Wir sehen jedoch auch: Die einschneidenden Maßnahmen helfen bei der Eindämmung der Pandemie. Jetzt machen wir das Beste daraus und bereiten die Museen auf den Tag vor, an dem wir wieder öffnen dürfen.“

Saisonstart der Außenstellen verschieben sich

Ab Mai sind auch die vier Außenstellen in der Region betroffen: Sie hatten für den 1. Mai einen gemeinsamen Saisonstart geplant. Stefan Zimmermann: „Auch die Öffnung der kleineren Museen verschieben wir auf unbestimmte Zeit, beliebte Veranstaltungen dort haben wir abgesagt.“ Was das Team jedoch freut: Der Verkauf der selbst gezogenen Bioland-Jungpflanzen auf dem Museumsbauernhof kann stattfinden. Anders als auf dem traditionellen Markt kontaktlos mit Vorbestellung: „Auf der Homepage des Museumsbauernhofs gibt es die Bestellliste. Kunden können ab sofort bestellen“, erklärt Stefan Zimmermann.

Abgesagte Veranstaltungen, Führungen und Kurse

Nach dem Bund-Länder-Beschluss vom 15. April müssen alle Großveranstaltungen bis zum 31. August abgesagt werden. Im Freilichtmuseum und seinen Außenstellen sind zahlreiche Veranstaltungen davon betroffen, unter anderem der Wennerstorfer Pfingstmarkt (31. Mai), das Oldtimertreffen (14. Juni), Bier aus dem Norden (28. Juni) und der Pflanzenmarkt am 29. und 30. August. Außerdem sind vorerst auch Führungen, Kurse und gebuchte Veranstaltungen abgesagt. „Unsere Entscheidungen haben wir auf der Basis der Verordnung der Landesregierung getroffen, um eine bestmögliche Grundlage für unser Arbeiten zu schaffen“, erläutert Geschäftsführerin Carina Meyer. „Wir halten und immer auf dem aktuellen Stand. Denn wir möchten auf der einen Seite unseren Beitrag leisten, die Corona-Pandemie abzuschwächen. Auf der anderen Seite möchten wir keine Veranstaltung unnötig absagen, die uns in der Organisation bereits viel Mühe und Freude bereitet hat, in die viele Kooperationspartner, Aussteller etc. eingebunden sind und deren Absage für Verein und Stiftung einen herben wirtschaftlichen Verlust darstellt.“

Bildquellen

  • Museumsdirektor Stefan Zimmermann im wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Museum: FLMK