Der Mangel an Schutzartikeln, wie beispielsweise Masken, stellt während der Corona-Pandemie ein gefährliches Problem dar, besonders für medizinisches und pflegerisches Personal. Hier kann High-Tech helfen. Denn 3D-Drucker können auch Behelfsmasken produzieren. Das Medienzentrum im Landkreis Harburg und die zukunftswerkstatt Buchholz starten deshalb einen Aufruf zur Produktion dieser „Faceshields“.


„Wir suchen Menschen, die im Besitz eines 3D-Druckers sind und die bei der Produktion von Behelfsmasken, sog. Faceshields, unterstützen wollen“, sagt Ekkehard Brüggemann, Leiter des Medienzentrums des Landkreis Harburg. Interessierte können sich per Telefon unter 04105 – 584513 oder per E-Mail an kontakt@medienzentrum-harburg.de melden. Sie werden dann mit den nötigen Informationen, Druckaufträgen und gegebenenfalls auch Material versorgt. Die fertigen Teile werden zentral und kontaktlos am Medienzentrum eingesammelt und dort auch zusammengebaut.

Entwicklung von internationaler Community

Der Prototyp der Masken, die aus festem PETG bestehen und mit Wechselfolien aus einer PVC-Folie ausgestattet werden, sind durch eine Community findiger Menschen aus aller Welt entwickelt worden. Das geplante Modell wurde dem Krisenstab Logistik der Kreisverwaltung des Landkreis Harburg vorgelegt, der auch die Weitervergabe organisieren wird. „Wir freuen uns, wenn sich möglichst viele Besitzer von 3D-Druckern an dieser Aktion beteiligen und wir Menschen im Gesundheitssystem mit den Faceshields unterstützen können“, sagt Max Blindenhöfer, pädagogischer MINT Mitarbeiter der zukunftswerkstatt.

Bildquellen

  • Faceshield: Benjamin Pfahl
  • Faceshield_auf_Drucker: Benjamin Pfahl