Damit mussten die fünf Ortsfeuerwehren der Stadt Buchholz im Durchschnitt 1,2 Mal am Tag ausrücken. Der spektakulärste Einsatz fand im Mai statt, als in Buchholz eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg entdeckt wurde.

Für die insgesamt 442 bei der Feuerwehr aktiven Personen aus diversen Altersgruppen war es ein Jahr mit vielen Herausforderungen, wie der Jahresabschlussbericht des Stadtbrandmeisters André Emme zeigt. Bei 189 Hilfeleistungseinsätze musste die Feuerwehr im Jahr 2019 zehn Tote bergen. Unter anderem rückten die Kameradinnen und Kameraden zu einigen schweren Verkehrsunfällen aus, bei denen oftmals Personen in ihren Fahrzeugen eingeklemmt waren. Während 2018 noch 63 Waldbrände gelöscht werden mussten, waren es 2019 nur 13 – trotz des weiterhin trockenen Sommers. 74 Mal lösten Brandmeldeanlagen aus, davon 60 Fehlalarme. Bei einem Zimmerbrand verstarb eine Person und musste von der Feuerwehr geborgen werden.

Einsätze wegen Buttersäure und Peroxid

Drei Gasaustritte an Hausanschlüssen wurden 2019 gemeldet. Beim Oktoberfest im Gewerbegebiet wurde zum Ende der Veranstaltung vermutlich Buttersäure versprüht. Am 19. Juni kam es zu einem Großeinsatz mit dem Fachzug Gefahrgut der Kreisbereitschaft im Gewerbegebiet Buchholz. Bei der Entladung von Kanistern mit organischem Peroxid wurde eine Leckage festgestellt und aufgrund der daraus ausgehenden Gefahr die Feuerwehr alarmiert.

Amerikanische Fliegerbombe sorgt für Evakuierung

Am 24. Mai wurde bei Bauarbeiten eine amerikanische Fliegerbombe mit einem Gewicht von ca. 50 kg gefunden. Aufgrund der Art der Bombe wurde beschlossen, dass alle 3000 Einwohner in einem Umkreis von 500 Metern evakuiert werden müssen. Die zuerst eingetroffenen Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei begannen mit den Planungen zur Evakuierung. An dem Einsatz waren über 400 Einsatzkräfte beteiligt. Davon rund 275 Angehörige der Feuerwehren, 45 der Polizei und rund 100 Einsatzkräfte vom DRK, Johanniter und anderen Organisationen.

Großübung am Krankenhaus

Im Krankenhaus Buchholz fand außerdem noch eine Großübung statt. Hierbei wurde das Zusammenspiel zwischen der Feuerwehr und dem Krankenhauspersonal geprobt. Die Ergebnisse dieser Übung dienen zur Optimierung von Handlungsabläufen für den Ernstfall.

Bildquellen

  • Stadtbrandmeister André Emme: Freiwillige Feuerwehr der Stadt Buchholz i. d. Nordheide