Der Landkreis Harburg hat der LPT (Laboratory of Pharmacology and Toxicology GmbH & Co. KG) am Standort in Mienenbüttel die Betriebserlaubnis entzogen. Die Zuverlässigkeit des Betreibers sei nicht mehr gegeben.

Konkret wird LPT die Tierhaltung zu Versuchzwecken untersagt. Der Konzern muss jetzt binnen zwei Wochen alle derzeit noch in der Tierversuchsanstalt lebenden 96 Hunde an geeignete Dritte abgeben. Dabei muss das Veterinäramt im Vorfeld über die Abgabe informiert werden und Name und Adresse des neuen Halters erfahren. In den vergangenen Wochen waren bereits 49 Katzen und 80 Hunde an Tierschutzorganisationen und vereinzelt an Privatpersonen vermittelt worden. Die LPT hat die Möglichkeit, rechtliche Schritte gegen den Widerruf einzuleiten. Die Tiere müssen aber dennoch zunächst abgegeben werden.

„Ein fantastischer Erfolg des friedlichen Widerstandes“

Der Entzug der Genehmigung erfolgte nach der Aufdeckung von Tierquälereien und Manipulationen an Studien. Die Bilder von verblutenden Hunden, Katzen im Müllsack und Gewalt gegen Affen hatten für massive Proteste gesorgt. „Ein einzigartiger Vorgang und ein fantastischer Erfolg des friedlichen Widerstandes gegen die grausamen und sinnlosen Tierversuche“, erklärt Friedrich Mülln von SOKO Tierschutz. Die SOKO Tierschutz und Cruelty Free International hatten bei einem Undercover-Einsatz die schweren Misshandlungen an Tieren dokumentiert und öffentlich gemacht.