Der 27. Januar ist der weltweite Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. In Buchholz wird seit 1996 der Opfer des Holocaust gedacht, der Gedenktag jedes Jahr von einem anderen Verein, Organisation oder Institution für die Stadt umgesetzt. Unter der Überschrift  „Wider das Vergessen“ richten die Partnerschaftsvereine der Stadt am Montag, den 27. Januar 2020, in der Empore den Gedenktag aus. Im Mittelpunkt steht eine Lesung der Zeitzeugin Esther Bejarano.

Esther Bejarano konnte Auschwitz überleben, da sie für das Mädchenorchester ausgewählt worden war. Sie machte den Kampf gegen das Vergessen zu ihrer Lebensaufgabe. Eröffnet wird die Veranstaltung durch Buchholz‘ Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse. Einlass ist ab 18.30 Uhr, die Gedenkfeier beginnt um 19 Uhr, dabei sein ist kostenlos.

Zwei Ausstellungen, Musik und Gedichte 

Bereichert wird die Veranstaltung durch zwei Ausstellungen: „Die IG Farben und das Konzentrationslager Buna-Monowitz“ sowie „Mannheim–Izieu–Auschwitz“. Die IG-Farben-Ausstellung des Fritz Bauer Instituts Frankfurt zeichnet Entstehung, Betrieb und Auflösung des KZ Buna-Monowitz nach und ist an dem Abend im Foyer der Empore zu sehen. An- schließend wird sie noch für drei Wochen in der Stadtbücherei gezeigt. Die deutsch-französische Ausstellung Mannheim–Izieu–Auschwitz ist das Ergebnis einjähriger Recherche von deutschen und französischen Schülern. Sie erzählt die Geschichte von vier deutschen Juden im Alter von fünf bis fünfzehn Jahren: Von ihrer Internierung in Frankreich bis zu den vergeblichen Versuchen des Kinderhilfswerks O.S.E., sie zu retten. Die Ausstellung wird am 28. Januar 2020 im Gymnasium am Kattenberge von den Bürgermeistern der Städtepartner Canteleu, Wolau und Buchholz eröffnet. Umrahmt wird der Abend musikalisch vom Punde-Trio sowie Gedichtvorträgen.

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