Als Inhaberin und Gastgeberin haucht sie dem Restaurant Henry’s und dem Flairhotel Zur Eiche die Seele ein. Christine Buchholz führt den Familienbetrieb zusammen mit ihrem Bruder Jan Philip Stöver. Sie kümmert dabei nicht nur um die perfekte Wohlfühl-Atmosphäre und die stimmigen Abläufe, sondern auch um 20 Angestellte und ihre drei Kinder. Wie sie das alles unter einen Hut bekommt, hat sie uns verraten.

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Buchholz Connect: „Du bist Gastgeberin des Restaurants und des Hotels. Was sind die Aufgaben einer Gastgeberin?“

Christine Buchholz: „Im Restaurant Henry’s kümmere ich mich darum, dass alles ordentlich und gerichtet ist, so dass alles perfekt aussieht und organisiert ist, wenn der Gast das Haus betritt. Beispielsweise sind die Kerzen an, es ist eingedeckt, der Service weiß, was er anbietet. Wir sind also startklar. Außerdem sorge ich dafür, dass die Abläufe für private Feiern stehen. Ich bespreche mit den Gastgebern, wie ihre Feier aussehen soll. Ich kümmere mich also um die ganze Logistik dahinter, damit die Feier so umgesetzt werden kann, wie es sich die Gäste wünschen. Im Hotel geht es darum, die 18 Zimmer zu vermarkten, zu gucken, dass die Rezeption läuft, dass Angebote geschrieben werden und der Check-in und Check-Out reibungslos funktionieren. Das Housekeeping ist natürlich auch unter meinen Fittichen, wir kümmern uns um ordentliche Zimmer und natürlich die individuellen Wünsche der Gäste.“

„Einer muss den Hut aufhaben“

Buchholz Connect: „Also eigentlich machst du alles außer kochen?!“

Christine Buchholz: „Ja, fast! (lacht) Bei uns ist die Aufteilung so: Jan Philip ist 100% Küche. Wir schreiben zwar die Karte zusammen, aber er setzt die Gerichte um, also ist die Küche in seinem Verantwortungsbereich. Klar, im Gastraum und im Hotel darf er auch mitsprechen, aber einer muss da halt den Hut aufhaben und das bin ich.“

Buchholz Connect: „War für dich immer klar, im Familienbetrieb zu arbeiten?“

Christine Buchholz: „Ne! Ich habe zunächst eine Ausbildung zur Werbekauffrau gemacht. Ich wollte mit Gastronomie und Hotellerie nichts am Hut haben. Meine Eltern haben gefühlt 24 Stunden am Tag gearbeitet, das wollte ich für mich nicht. Doch dann habe ich in der Werbeagentur gesessen und hatte nichts vor mir außer Telefon, PC und langer Arbeitstage – da war ich sehr unglücklich. Dann habe ich nach der Ausbildung im Maritim Hotel Reichshof in der Kirchenallee in Hamburg angefangen und dort die Marketingleitung für die Maritimhotels an der Ostsee, in Kiel und Hamburg übernommen. Das war dann auch der Einstieg für „Zuhause“. Es kam also erst später, dass ich diese Welt wollte und es mir so wichtig wurde, jeden Tag etwas Neues zu erleben. Ok – jetzt ist es jeden Tag fast etwas viel Neues (lacht), aber das ist ok!“

Willkommen in Eurem zweiten Wohnzimmer

Buchholz Connect: „Was macht für dich das Besondere an Eurem Haus aus?“


Christine Buchholz: „Die heimelige Atmosphäre. Das Restaurant ist natürlich absichtlich wie ein Wohnzimmer eingerichtet. Die Gäste können sich hier wohlfühlen, als würden sie in ihrem eigenen Wohnzimmer verwöhnt werden. Die Gemütlichkeit steht für uns an erster Stelle. Das macht neben den Speisen den Besuch bei uns aus. Klar, die Küche ist immer das Herz. Aber auch das Drumherum sollte passen. Der Service, also die Menschen, die das Essen präsentieren sowie das Ambiente müssen stimmig sein! Das spielt für das Unterbewusstsein eine enorme Rolle.“

Buchholz Connect: „Wie ist das, jeden Tag mit dem Bruder zusammenzuarbeiten?“

Christine Buchholz: „In unserem Fall sehr gut. Wir sind uns in sehr vielen Dingen sehr einig. Meistens auch ohne viele Worte. Natürlich gibt es Reibereien, wie in allen Beziehungen. Aber generell ist es sehr angenehm. Wir sprechen sehr viel miteinander, aber natürlich geht auch uns mal was durch die Lappen und wir vergessen, dem anderen etwas zu erzählen. Das liegt einfach daran, dass wir in unserem kleinen Team sehr eingespannt sind. Das sehe ich generell als Vorteil, es konzentriert sich dann aber einfach vieles auf den Einzelnen. Ich muss auch sagen, dass ich mit rund 20 Mitarbeitern gut beschäftigt bin. Da bin ich ganz ehrlich, das ist nicht einfach, alle da entsprechend im Blick zu behalten.“

Unternehmerin und Mama

Buchholz Connect: „Jetzt bist du vor Kurzem wieder Mama geworden, hast aber voll weiter gearbeitet und keine Babypause gemacht. Wie koordinierst du Kind und Familienbetrieb?“

Christine Buchholz: „Ich habe zwei Töchter, die sind 10 und 12 Jahre alt und meinen Sohn, der ist ein halbes Jahr. Ich hatte also schon Kinder, als ich den Betrieb übernommen habe. Wie das funktioniert … Durch eine straffe Tagesorganisation und den Rückhalt von meinem Partner und den Großeltern.“

Buchholz Connect: „Dein Tag ist also mehr als voll und du bist komplett ausgelastet!“

Christine Buchholz: „Ja, schon. Ich plane aber gerade, 2020 ein Weinseminar zu besuchen. Ich möchte da meinen kleinen Sommelier machen. Dann kann ich im nächsten Jahr Weinseminare geben, Tastings veranstalten und die passenden Weine für unsere Menüs aussuchen. Ich möchte mich mit einer Qualifikation einbringen, die unser Angebot weiter abrundet. So etwas hat ja auch nicht jedes Restaurant in Buchholz, das sehen wir als gute Weiterentwicklung für unser Haus.“

Besucht das Henry’s

Über die kommenden Highlights und Events halten wir Euch natürlich auf dem Laufenden. Wenn Ihr neugierig auf das Henry’s seid, reserviert Euch jetzt Euren Tisch.