Die Staatsanwaltschaft Stade hat am Montag, den 25. November 2019, mehrere Standorte von LPT – Laboratory of Pharmacology and Toxicology durchsucht. Grundlage war ein Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Stade. Die Polizei kontrollierte im Neu Wulmstorfer Ortsteil Mienenbüttel sowie in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Durch die Anzeigen des Vereins SOKO Tierschutz e.V., des Landkreises Harburg und des Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) bestand der begründete Anfangsverdacht, dass Tieren in Mienenbüttel außerhalb der zulässigen Grenzen erhebliche und länger anhaltende Schmerzen zugefügt oder sie außerhalb eines laufenden Versuches getötet worden sind. Ein solches Vergehen wäre gem. § 17 Tierschutzgesetz strafbar und wird mit Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren bestraft.


Umfangreiches Beweismaterial sichergestellt

Gesucht wurden Unterlagen und Präparate zur Haltung und Tötung verschiedener Tiere. Außerdem suchten die Polizisten Unterlagen, die belegen sollen, welche Gelder die LPT durch bestimmte Tierversuche eingenommen hat. Diese Gelder könnten möglicherweise als durch Straftaten erlangtes Geld einzuziehen sein. Die Polizei konnte umfangreiches Beweismaterial sichergestellen.

Drei Standorte überprüft

Am Standort Mienenbüttel sind die in Frage stehenden Versuche durchgeführt worden. Am Standort in Hamburg befindet sich die Verwaltung, das Dokumentenarchiv und die wissenschaftlichen Unterlagen. Am Standort in Schleswig-Holstein verfügt die LPT über ein Archiv. Die Durchsuchungen wurde durch Beamtinnen und Beamte des LAVES fachlich unterstützt. Zeitgleich fanden Kontrollen der LPT durch die örtlich zuständigen Veterinärbehörden statt.