Schülerinnen und Schüler der Waldschule haben drei graue Verteilerkästen von Telekom, Stadtwerken und Co. in der Stadt verschönert. Aber es soll nicht bei den Kästen in der Parkstraße bleiben.

Im besten Fall von schlichtem Grau, meist jedoch schmutzig und mit Graffiti beschmiert sind Schalt- und Verteilerkästen von Telekom, Stadtwerken und Co. oft ein Schandfleck im Stadtbild. Die Stadt will daran etwas ändern. Daher hat sie mit den Eigentümer vereinbaren, dass Schülerinnen und Schüler Hand anlegen dürfen, um schnöde graue Kästen in farbenfrohe Hingucker zu verwandeln. Daher sind seit Ende Oktober in der Parkstraße drei Verteilerkästen fröhlich-bunt angemalt.

Der Wahlpflichtkurs Kunst übernimmt

Der Ort ist dabei kein Zufall. „Wir haben in der Waldschule angefragt, ob sich Schülerinnen und Schüler vorstellen könnten, sich an dem Projekt zu beteiligen“, sagt Alina Hehr vom Fachdienst Schule, Kultur und Sport. Sie konnten. „Wir haben einen Wahlpflichtkurs Kunst zu diesem Thema eingerichtet“, berichtet die didaktische Leiterin der Grund- und Oberschule, Yvonne Steimann. „Die Idee war, Motive zu finden, die zu unserer Stadt und der Umgebung der einzelnen Strom-Kästen passen“, erläutert Steinmann. 

Ein Halbjahr Arbeit und jede Menge Spaß

Ein gutes Schulhalbjahr lang haben zwölf Schülerinnen und Schüler aus zwei 8. Klassen der Waldschule Ideen gesammelt, getuscht, gemalt, gezeichnet. Ein gutes Dutzend Entwürfe kamen schließlich in die engere Auswahl und wurden bei der Stadt präsentiert. „Das waren durch die Bank tolle Entwürfe“, sagt David Quinque, im Rathaus verantwortlich fürs Stadtmarketing. Schließlich wurden drei Motive ausgewählt – Heidschnucke, Bunte Gesichter, Luftballons – und an zwei sonnigen Oktobertagen auf die Kästen gebracht. Die Kosten fürs Material übernahm die Stadt, bei der Grundreinigung der Kästen unterstützten die Stadtwerke. „Den Schülerinnen und Schülern hat der praktische Teil, die Bemalung der Stromkästen, am meisten Spaß gemacht“, bilanziert Steimann. Nicht zuletzt, weil auch Passanten die Arbeit der jungen Künstler lobend kommentierten. Steimann: „Das hat uns sehr gefreut und motiviert.“ Weitere Kästen sollen folgen.

Bildquellen

  • Verteilerkästen: Stadt Buchholz / Heinrich Helms