Am 9. Spieltag waren die HL Buchholz 08-Rosengarten beim noch verlustpunktfreien Spitzenreiter SV Union Halle-Neustadt gefordert. In der Erdgas Sportarena kam es vor fast 700 Zuschauern zu einem spannenden Duell auf Augenhöhe. Am Ende kassierten die Luchse eine knappe und unglückliche Niederlage.

Die Teams hatten die gesamte Spielzeit über mit ihrer Nervosität zu kämpfen. Beide Abwehrreihen zeigten sich stark und zwangen die Akteurinnen zu vielen technischen Fehlern oder überhasteten Würfen. Die erste Halbzeit fand daher auch auf keinem hohen spielerischen Niveau statt. Nach der Pause blieben die Luchse ihrer Linie treu. Sie verteidigten hinten bravourös, aber vorne vergaben sie Strafwürfe, scheiterten am Lattenkreuz oder konnten selbst bei klarsten Gelegenheiten Torfrau Anica Gudelj nicht überwinden. Als die Halle-Spielerin Saskia Lang in der 54. Minute zum 20:16 einnetzte, schien die Niederlage der Luchse besiegelt zu sein. Doch die Luchse mobilisierten noch einmal alle Kräfte und kamen 104 Sekunden vor Schluss durch Marthe Nicolai und Zeliha Puls sowie einer gekonnten Einzelleistung von Kim Land auf 20:19 heran. Die verbleibende Spielzeit wurde zum Albtraum für die Luchse. Die Schiedsrichter hoben den Arm und zeigten das passive Spiel der „Wildcats“ an. Da blieben den „Wildcats“ nur noch sechs Pässe und das Glück war auf ihrer Seite. Die abgeblockten Wurfversuche landeten immer wieder in ihren Reihen und die Zeit lief unerbittlich weiter. Erst wenige Sekunden vor Beendigung der Partie bekamen die Luchse die Chance zum Ausgleich, der aber nicht mehr von Erfolg gekrönt war.


„Zahlreiche Chancen nicht genutzt“

„Besonders meine erfahrenen Spielerinnen waren übermotiviert, sehr unruhig und viel zu hektisch. Wir wollten das Spiel breit machen, um über die Außen zum Erfolg zu kommen, das ist uns leider erst spät gelungen. Unsere Abwehrleistung war großartig und hat uns im Spiel gehalten. Wenn man gegen eine Ausnahmemannschaft wie dem SV Union Halle-Neustadt auswärts nur 20 Tore kassiert, dann muss man eigentlich das Spiel gewinnen, aber wir haben unsere zahlreichen Chancen nicht genutzt und dürfen uns dann auch nicht beschweren“, erklärt Luchse Trainer Dubravko Prelcec. Matthias Steinkamp vom Luchse Trainer-Team sagt abschließend: „Wir haben alles gegeben und stehen am Ende trotz starker Abwehr ohne Zählbares in der Hand da! Gerade in den ersten 30 Minuten waren wir offensiv sehr fahrig und unkonzentriert. Nichtsdestotrotz kämpfte sich das Team mehrfach wieder heran und schlussendlich fehlten nur Sekunden zum Ausgleich. Nun sind wir gefordert und wollen die restlichen Punkte im Jahr 2019 holen, um zur Tabellenspitze Anschluss zu halten!“