Seit Mitte September ist in der Steinbecker Straße vor dem Krankenhaus von der Einmündung des Dibberser Mühlenweges bis zur Einmündung des Hopfenberges Tempo 30 angesagt. Über diese Regelung wird in Buchholz und im Netz viel diskutiert. Wir klären die Hintergründe und erläutern die Hauptkritikpunkte an der Umstellung.

Ende August hat der Verwaltungsausschuss entschieden, die 300 Meter lange Tempo-30-Strecke am Krankenhaus einzurichten. Vorausgegangen war ein Antrag aus der Politik. Die Schilder wurden Mitte September aufgestellt. Anliegen des Antrages war, die Luftschadstoffe und Lärmemissionen zu senken sowie die Verkehrssicherheit zu steigern. Die Abänderung der Höchstgeschwindigkeit erfolgte im Rahmen des Modellprojekts „Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen“. Das niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr will hiermit die Auswirkungen im Vergleich zu Tempo 50 auf die Luft, den Lärm und den Verkehr untersuchen.

Kritik 1: Zu viel Verkehr für Tempo 30

Die neue Temporegelung stößt bei vielen Buchholzern nach wie vor auf Unverständnis. Denn die Steinbecker Straße ist mit knapp 9.000 Autos am Tag eine der Hauptverkehrsstraßen von Buchholz. Die häufigste Kritik dazu lautet: Die Tempoverringerung stelle auf dieser viel befahrenen Strecke eher ein Unfallrisiko dar, als für Sicherheit zu sorgen. Dazu liegen Stand heute aber noch keine Erkenntnisse vor.


Kritik 2: Wie lange muss man „30“ fahren?

Die Beschilderung hat rund 1200 Euro gekostet. Vielen Buchholzern fehlt allerdings ein zusätzliches Schild, das darauf hinweist, wann Tempo 30 wieder zu 50 wird. Denn die Autofahrer müssen selbst abschätzen, wann die 250 Meter (stadtauswärts) bzw. 300 Meter (stadteinwärts) vorbei sind. Für Eure Orientierung: Stadtauswärts müsst Ihr von der Einmündung Dibberser Mühlenweg bis zur Einmündung des Hopfenbergs Tempo 30 fahren. Stadteinwärts gilt „30“ entsprechend vom Hopfenberg bis zum Dibberser Mühlenweg.

Kritik 3: Geschwindigkeitsbegrenzung wird ignoriert

Allerdings wird im Netz auch oft kritisiert, dass sehr viele Autofahrer die Schilder auf der ganzen Länge ignorieren. Das ist ein Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung und kann je nach Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit Bußgelder, Punkte oder schlimmstenfalls Fahrverbote nach sich ziehen. Auch hier müsst Ihr immer mit Geschwindigkeitskontrollen rechnen, daher erinnert auch gerne Freunde oder Verwandte an die neue Temporegelung. Denn trotz aller Kritik ist Tempo 30 vor dem Krankenhaus nun erstmal gesetzt.