Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder und der Herbst beginnt. In Buchholz ist er schon längst angekommen und mit ihm säckeweise buntes, raschelndes Laub. So schön es auch anzusehen ist, es bedeutet noch einmal richtig Arbeit für alle Garten- und Balkonbesitzer! Wohin bloß mit den ganzen Blättern? Wir haben die Antwort.

Da die Brenntage in Niedersachsen abgeschafft sind, lasst lieber die Finger vom Zündholz und entsorgt Eure Blätter ordnungsgemäß. Hierzu könnt Ihr zum Beispiel den eigenen Komposthaufen nutzen. Ihr solltet jedoch beachten, dass die Blätter von Obstgehölzen und Blütensträuchern viel schneller verrotten als von Eichen oder Pappeln. Letztere und vor allem kranke Blätter gehören daher nicht auf Euren Kompost, wenn Ihr im nächsten Frühjahr nährstoffreiche Gartenerde haben wollt.

Herbstlaub entsorgen: Abfackeln ist keine gute Idee – Kompost, Biotonne, Straßensammlung oder selber wegfahren hingegen schon!

Laub, Herbst, Gartenarbeit

Um solche Blätter zu entsorgen oder, wenn Ihr keinen Komposter habt, könnt Ihr Euch in vielen Buchholzer Geschäften die braunen Grünabfallsäcke kaufen und diese zu den Sammelterminen an die Straße stellen. Achtet darauf das Gewicht von 35 kg pro Sack nicht zu überschreiten. Habt Ihr noch größere Mengen Laub gesammelt, könnt Ihr überdies bis zu 500 Liter pro Tag kostenlos an einer der Kompostier- und Müllumschlagsanlagen des Landkreises abgeben. Geringe Mengen Laub könnt Ihr, falls Ihr eine habt, natürlich auch in die Biotonne werfen.

Das Laub des Nachbarn: Aufregen bringt meist nichts – Ihr müsst es dulden

Die Reihe von Nachbarschaftskriegen, die damit begannen, dass die Birke des Einen ihre Blätter und Pollen stets über dem Grundstück des Anderen abwarf, dürfte endlos sein. Unser Fazit nachdem wir etliche Gerichtsurteile dazu gelesen haben: Der Ärger lohnt sich nicht! Ihr müsst es weitestgehend dulden, dass die Natur eben nicht vor dem Gartenzaun Halt macht. Nur in seltenen Fällen und bei absolut unzumutbaren Umständen könnte es sein, dass der Kläger Recht bekommt und der Übeltäter beispielsweise gefällt wird.

Der Gehweg am Grundstück: Vorsicht Rutschgefahr – Verkehrssicherungspflicht liegt bei Euch, aber alles in Ruhe!

Gemäß der Satzung über die Straßenreinigung seid Ihr als Grundstückseigentümer dazu verpflichtet die an Euer Grundstück angrenzenden Wege vom Herbstlaub zu befreien, damit niemand ausrutscht und sich verletzt. Aber auch, wenn Ihr Mieter seid, ist es möglich, dass Ihr zum Rechen greifen müsst. Lest dazu mal in Eurem Mietvertrag nach. Aber keine Sorge, Ihr müsst jetzt nicht den Urlaub unterbrechen, nur weil bei Euch etwas Laub liegen könnte. Wenn Ihr regelmäßig den Bürgersteig freimacht, seid Ihr auf der sicheren Seite. Denn auch die Spaziergänger und Radfahrer sind dazu angehalten sich in dieser Jahreszeit umsichtig zu verhalten.

Der Laubbläser: Praktischer Helfer – Nur haltet Euch besser an die Zeiten!

Laubbläser, Herbst

Ob Ihr das Laub nun wegpustet oder einsaugt, mehr Spaß macht das in jedem Fall! Bedenkt dabei aber, dass Laubsauger und Co zu den lärmintensiven Geräten gehören und hierfür strenge Bestimmungen gelten. Darum dürft Ihr dem Laub nur in den Zeiten von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr an Werktagen (also Montag bis Samstag) zu Leibe rücken. Solltet Ihr ein besonders geräuscharmes Gerät mit dem EU-Eco-Label/Umweltzeichen besitzen, dann könnt Ihr montags bis samstags von 7 bis 20 Uhr damit arbeiten. Alle Geräte bleiben an gesetzlichen Feiertagen natürlich ganz im Schuppen.

Igel, Insekten & Co: Alle mögen Herbstlaub – bis auf Euer Rasen!

Ein ordentlicher Garten hat schon was, aber Ihr müsst nicht das ganze Laub entfernen! Es sieht nach Leben aus, wenn nicht alles perfekt aufgeräumt ist und es steckt noch viel mehr Leben drin! Die herabgefallenen Blätter bieten unseren Insekten immer noch viele Nährstoffe und den Igeln ein warmes Zuhause um über den Winter zu kommen. Unser Tipp: Entfernt die Blätter von Eurem Rasen, denn immergrüne Gewächse brauchen im Winter viel Licht und Luft. Eine dicke Blätterschicht kann dazu führen, dass sich Fäulnis oder Moos in Eurem Rasen bilden. Kehrt die Blätter stattdessen auf Eure Beete oder unter Eure Obstgehölze und schafft so eine natürliche Wärmedecke für Eure Pflanzen.

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