Am Samstag, den 09. November 2019, finden Monate der Vorbereitung ihren Abschluss. In der Sporthalle Hamburg richtet Blau-Weiss Buchholz die Deutschen Meisterschaften der Formationen Standard und Latein aus. Das eigene Latein-Team ist motiviert, die guten Platzierungen der Vorjahre sogar noch zu verbessern. Und Ihr könnt live dabei sein!

Absolute Hochspannung rund um das Buchholzer Latein-Tanzteam. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Blau-Weiss Tanzsportabteilung, dass sie als Ausrichter der Deutschen Meisterschaft nicht nur für die eigene Leistung, sondern auch für die ganze Organisation des Events zuständig ist. Veranstaltungsort ist die Sporthalle Hamburg. Diese muss mit Licht- und Ton-Technik, Parkett und Bestuhlung hergerichtet, die anderen Vereine und Kampfrichter in Hotels untergebracht werden. Dazu muss ausreichend Personal zur Verfügung stehen. „Insgesamt sind 150-200 Leute an dem Projekt ‚Heim-DM‘ beteiligt“, berichtet uns Spartenleiter Björn Poll. Mitten in der intensivsten Trainingsphase des Jahres konnten wir uns mit ihm, Trainerin Franziska Becker sowie den Tänzern Lia und Bennett treffen.

Eigene Talentschmiede einzigartig in Deutschland

Seit 2015 startet die Buchholzer Latein-Formation durchgängig in der 1. Bundesliga. Sieht das Ergebnis auf der Tanzfläche am Ende leicht und mühelos aus, steckt vorab knallhartes Training dahinter. Dreimal die Woche wird regulär trainiert. Zur Zeit, in der heißen Vorbereitungsphase, stehen die Athleten ganze fünfmal pro Woche in der Halle. Neben der Trainingsintensität sind es auch die Strukturen in der Tanzsparte, die diese Stärke des Teams möglich machen. Denn das Besondere am Blau-Weiss Latein-Kader ist, dass fast alle Tänzer aus der eigenen Talentschmiede kommen. Das ist in Deutschland einmalig. Da die älteren Tänzer die jüngeren trainieren und auf die Wettkämpfe vorbereiten, herrscht zwischen den Tänzern große Vertrautheit, die auch Wechsel innerhalb der einzelnen Teams einfacher machen. „Wir sind eine echte Tanzfamilie“, sagt Björn Poll. Ida und Bennett stimmen ihm da zu: „Die meisten Freunde haben wir im Verein – das sind aber auch Freunde fürs Leben.“

Das Team ist der Star

Den beiden Tänzern merken wir an, wie stark der Teamspirit ausgeprägt ist. Hat ein Tänzer in einer Formation eigentlich Angst, einen Fehler zu machen? „Wenn ein Fehler passiert, ist nicht derjenige schuld, der sich vertanzt hat. Dann stimmte die Dynamik in der Gruppe nicht, die denjenigen raus gebracht hat. Wir tragen immer alle die Leistung gleichermaßen“, erklären sie uns. Negativen Druck verspüren die beiden nicht: „Wir erinnern uns regelmäßig selbst daran, warum wir das hier machen. Wir wollen tanzen, wir wollen diesen Auftritt. Wenn in der Vorbereitung oder bei einem Turnier einer wirklich mal einen schlechten Tag erwischt hat, fangen wir ihn als Team auf“, sagt Ida. Die beiden sind motiviert bis in die Haarspitzen, erhoffen sich in Hamburg eine ähnliche Stimmung wie bei den Buchholzer Turnieren. „Unsere Fans werden die Sporthalle schon zum Hexenkessel machen“, prophezeien die beiden.


Professionelles Umfeld bei den Latein-Tänzern

Neben der Leistung stimmt bei Blau-Weiss seit Jahren auch das Umfeld. So lacht Trainerin Franziska Becker gerne, wenn sie gefragt wird, was sie denn „noch so“ beruflich machen würden. „Ich bin hauptberuflich Cheftrainerin bei Blau Weiss. Für was anderes ist da keine Zeit“. Björn Poll ergänzt: „Wir arbeiten im und ums Team auf Profi-Niveau. Wir haben unseren Schneider, einen Sponsor für Kosmetik und einen Produzenten für unsere Musiken. Ohne das alles kämen wir auf dem Spitzenniveau nicht zurecht“, sagt Björn Poll. Doch damit dieses Niveau gehalten werden kann, braucht die Tanzsportabteilung auch die örtlichen Bedingungen dafür. Hier drückt seit längerem der Schuh. Zur Zeit können die Latein-Tänzer zwar regelmäßig Hallen nutzen, wie sich das entwickeln wird, weiß aber niemand genau. „Die Hallensituation in Buchholz ist für alle Vereine katastrophal. Das bereitet uns oft Kopfzerbrechen, da wir mit unseren Athleten regelmäßig verlässlich trainieren müssen. Sonst können wir in Deutschland nicht mehr mithalten“.

„Wir wollen mehr!“

Doch diese Sorgen stehen aktuell erst mal im Hintergrund. Als eine von acht Mannschaften tanzt das Latein-Team, bestehend aus acht Paaren, am 09. November 2019 um den Deutschen Meistertitel. Dieser wäre nicht nur ein riesen Erfolg für die jungen Tänzer, die im Schnitt Anfang/Mitte 20 sind, sondern auch die Qualifikation zur WM. Die Konkurrenz ist jedoch enorm schwer einzuschätzen, daher möchte Franziska Becker auch kein Ergebnis prognostizieren. Aber: „Wir waren dreimal Dritter, klar wollen wir mehr!“

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Bildquellen

  • A-Team Latein: Blau Weiss Buchholz
  • A-Team Latein: Blau Weiss Buchholz
  • A-Team Latein 2018: Blau Weiss Buchholz
  • Latein Tanz: Shutterstock.com