Die Bilder lassen niemanden kalt. In der LPT-Außenstelle im Neu Wulmstorfer Ortsteil Mienenbüttel hat eine undercover-Recherche von SOKO Tierschutz und Cruelty Free International schwere Misshandlungen an Tieren dokumentiert. Auch Buchholzer können am Wochenende dagegen aktiv werden. 

Die SOKO Tierschutz ruft für Samstag, den 19. Oktober 2019, zu einer Mahnwache und einer Großdemo gegen das Tierversuchslabor LPT auf. Das LPT in Mienenbüttel macht Giftigkeitsversuche an Hunden, Katzen, Affen und Kaninchen für weltweite Auftraggeber.  SOKO Tierschutz und Cruelty Free International haben vor Ort undercover recherchiert und berichten von großer Grausamkeit und Brutalität den Versuchstieren gegenüber, die gegen die Gesetze zur Haltung von Tieren für Tierversuche verstoßen. Die veröffentlichten Bilder ließen auch vielen Buchholzern den Atem stocken. Auch hier möchten sich viele Menschen für die Tiere engagieren. Dazu gibt es nun am Wochenende die Möglichkeit.

Aufruf zur Mahnwache und zur Demo

Am Samstag soll es eine Mahnwache und eine Demonstration geben. In dem Aufruf zur Mahnwache der SOKO Tierschutz heißt es: „Wir wollen ein stilles, aber mächtiges Zeichen setzen: Tierversuche abschaffen, LPT schließen! Es ist sehr wichtig, dass diese Demo ruhig abläuft. Uns trennen nur wenige Meter und ein Stacheldrahtzaun von den Tieren im Labor. Deshalb wird es eine leise Demo. Bitte nehmt Kerzen, Laternen oder Grablichter (bitte keine Fackeln) und ein Feuerzeug mit.“ Die Mahnwache findet in der Oldendorfer Str. 41 in Neu Wulmstorf statt und ist von von 19 bis 21 Uhr geplant. Hier geht es zu dem Facebook-Event. Außerdem wird am selben Tag von 14 bis 17 Uhr eine Demo stattfinden. Start ist am Neugrabener Markt in Hamburg. Auch hierzu findet Ihr alle Infos in einem Facebook-Event. 

Mehrere Anzeigen erstattet

Die Soko Tierschutz, der Landkreis Harburg sowie das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) haben Anzeige gegen LPT bei der Staatsanwaltschaft Stade erstattet. Der Landkreis stellte bei seinen aktuellsten Kontrollen fest, dass 44 Affen in deutlich zu kleinen Käfigen gehalten wurden. Zudem waren die Affen zum Zeitpunkt der Kontrolle nicht als Versuchstiere eingesetzt. Sie hätten demnach nach den Regelungen des Tierschutzes und nicht nach den Regelungen für Tierversuche gehalten werden müssen. Der Landkreis weist allerdings darauf hin, dass nicht alle grausamen Bilder Rechtsverstöße dokumentieren. „Die Herausforderung für die zuständigen Behörden besteht darin, zu prüfen, was im Rahmen der derzeitigen Gesetzgebung zur Durchführung von Tierversuchen und zur Haltung von Tieren für Tierversuche zulässig ist und was nicht“, heißt es in einer offiziellen Erklärung.