Keine lange Warterei mehr bei der Zulassungsbehörde, sondern Euer Auto oder Motorrad bequem von zuhause aus zulassen. Das geht ab sofort! Seit dem 1. Oktober 2019 ist die Zulassung für Autos und Motorräder online möglich. Jörg Becker von der Buchholzer Fahrschule ForMotion erklärt, worauf Ihr achten müsst. 
Die vom Bundesverkehrsministerium eingeleitete Digitalisierungsmaßnahme „i-kfz“ spart Euch bei der Zulassung Kosten und Zeit. „Wie die meisten obligatorischen Behördengänge sind auch Besuche bei der Kfz-Zulassungsstelle eine eher lästige Angelegenheit“, schmunzelt Jörg Becker von der Fahrschule ForMotion GmbH. „Das Bundesverkehrsministerium tut gut daran, die Verfahren zur Anmeldung von Neu- oder Gebrauchtwagen den technologischen Gegebenheiten anzupassen und zu vereinfachen.“ Bevor Ihr mit Eurem Fahrzeug am Straßenverkehr teilnehmen dürft, muss dieses immer neu- oder wiederzugelassen werden.

Unterlagen kommen per Post

Obwohl die Zulassung vielerorts bereits online vorbereitet werden konnte, war der persönliche Besuch bei der örtlichen Zulassungsstelle bislang unumgänglich. Sowohl die Aushändigung der Fahrzeugpapiere wie auch das Anbringen der TÜV-Plakette am Nummernschild erfolgten ausschließlich vor Ort. Ab Oktober ist dies nicht länger zwingend erforderlich: Sofern die technischen Voraussetzungen erfüllt sind, kann die Zulassung online beantragt werden, die Unterlagen kommen anschließend per Post. „Die Online-Zulassung gilt zunächst nur für privat genutzte Fahrzeuge mit einer Zulassung ab dem 1. Januar 2015“, erklärt Jörg Becker. „Seitdem befindet sich ein für das Verfahren benötigter Sicherheitscode auf der Rückseite des Fahrzeugbriefs. Weiterhin benötigen Sie zu Identifikationszwecken einen Personalausweis mit Online-Funktion sowie ein entsprechendes Lesegerät oder ein Smartphone mit NFC-Chip“.

Zulassung an sich bleibt wie gehabt

An dem eigentlichen Verfahren ändert sich kaum etwas. Wer ein Fahrzeug anmelden möchte, braucht in jedem Fall die sogenannte Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN), Fahrzeugbrief, die von der Versicherung zugeteilte eVB-Nummer, ein SEPA-Mandat für den Einzug der Kfz-Steuer, ein Kennzeichen sowie die vom Hersteller mitgelieferten COC-Papiere. Bei Wiederanmeldung oder Halterwechsel braucht Ihr zusätzlich den Fahrzeugbrief sowie den Prüfbericht der letzten Hauptuntersuchung. „Das ist nach wie vor eine Menge Papierkram“, so Jörg Becker, „allerdings mit dem entscheidenden Unterschied, dass Sie, sollten Sie ein Dokument nicht sofort zur Hand haben, nicht Ihre Zeit umsonst in der Zulassungsstelle verschwendet haben. Stattdessen können Sie ganz entspannt im Nebenzimmer auf die Suche gehen und das Verfahren anschließend fortsetzen.“