Der weite Weg hat sich gelohnt. Die HL Buchholz 08-Rosengarten konnten von der Auswärtsfahrt nach Freiburg einen hart erkämpften Sieg mit nach Buchholz zurückbringen. Gegen den Aufsteiger siegte das Team mit 29:25! 

Am vierten Spieltag der 2. Handball Bundesliga wollten die Handball-Luchse nach den beiden Auftaktsiegen weiter eine weiße Weste behalten. Doch das lautstarke Heim-Publikum konnte zu Beginn der Partie die Paraden von Torfrau Lena Fischer bejubeln. Sie hielt das Tor sauber, bis in der siebten Minute Marthe Nicolai zum 1:1 traf. „Ich kann mich an kein Spiel in der 2. Bundesliga erinnern, wo wir in der Anfangsphase so lange auf unser erstes Tor warten mussten“, staunte Geschäftsführer Sven Dubau. Es lief weiter zäh für die Luchse. Im Angriff fanden sie nicht zu ihrem gefürchteten Tempospiel und scheiterten oft an der überragenden Lena Fischer, die ihre Mannschaft immer im Spiel hielt. Nach der Umstellung auf die 5-1 Deckung klappte die Abwehr besser. Zur Halbzeitstand stand es 16:12 für die Luchse.

Freiburger Nervenflattern in Halbzeit zwei

Durch unnötige Ballverluste und schwache Abschlüsse der HL Buchholz 08-Rosengarten konnten sich die „Red Sparrows“ unter dem Jubel des Publikum bis zur 43. Minute auf den Spielstand von 19:20 herankämpfen. Nach einer Auszeit und der auf 3-2-1 umgestellten Abwehr kam der Meister in der Folgezeit zu leichten Toren. Bis zur 51. Minute konnten sich die Luchse wieder mit sechs Toren absetzen, zumal bei den Freiburgern die Nerven versagten als sie zwei Strafwürfe in Folge vergaben. Am Ende konnte der Aufsteiger die 25:29 Niederlage gegen den Favoriten nicht verhindern.

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„Momentane Schwächen schonungslos aufgedeckt“

Luchse Trainer Dubravko Prelcec: „Heute hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen, sondern letztendlich das Team, dass über die stärkeren Einzelspielerinnen verfügt. Die HSG Freiburg hat ein großartiges Spiel abgeliefert und unsere momentanen Schwächen, besonders im mentalen Bereich, schonungslos aufgedeckt. Für mich ist diese Begegnung abgehakt und positiv kann ich nur das Endergebnis werten und die Leistung von Marthe Nicolai, die als einzige Spielerin ihre Normalform gezeigt hat. Aber es ist natürlich auch eine Stärke ein Spiel zu gewinnen, dass man aufgrund der insgesamt schwachen Leistung eigentlich nicht gewinnen darf. Wir müssen nach vorne schauen und den Kopf frei bekommen. Ein Lob noch für unsere acht mitgereisten Fans, die in dem Hexenkessel auch für uns noch zu hören waren. Ansonsten wünsche ich den Freiburgern viel Erfolg beim Kampf um den Klassenerhalt, der bei mehr Glück als gegen uns auch gelingen sollte.“