Am Wochenende wurden mehrere Kunden auf dem Parkplatz von REWE in Holm-Seppensen von mutmaßlichen Spendensammlern angesprochen. Bei dieser „Klemmbrett-Masche“ rät die Polizei zu Aufmerksamkeit! 

Am Samstag, den 13. Juli, erreichte uns bei Buchholz Connect per Facebook die Nachricht, dass ein User auf dem REWE Parkplatz in Holm-Seppensen von einer Frau angesprochen wurde, die für taubstumme Kinder sammeln wollte: „Sie hielt mir direkt ein Klemmbrett unter die Nase, wo in 4 Sprachen mit verschiedenen Flaggen etwas von Spenden für Taubstumme drauf stand. Außerdem war da eine Tabelle, wo man seinen Namen eintragen sollte mit Unterschrift und Spendensumme. Es standen auch schon einige drauf mit 20€ und 15€ und auch 5€ (…).“

Klemmbrett-Masche nicht neu

Diese sogenannte Klemmbrett-Masche gibt es schon seit mehreren Jahren. Sie ist auch in und um Buchholz nicht neu. Dahinter stecken organisierte Banden, die quer durch Deutschland fahren. Sie geben bspw. vor, für Taubstumme, Behinderte oder Kinder zu sammeln. Meistens ist die Überschrift auf dem Zettel in schlechtem Deutsch verfasst.


Lasst Euch nicht bedrängen

Unserem Nutzer war das Auftreten der Frau nicht geheuer, er wies sie zurück. Laut Polizeihauptkommissar Jan Krüger von der Polizeiinspektion Harburg hat er damit alles richtig gemacht: „Auf zwielichtig wirkende Spendensammler sollte man nicht eingehen. Seriöse Unternehmen erkennen Sie z.B. daran, dass diese mehr Infomaterial zu ihren Projekten bieten, nicht aufdringlich werden und bestimmt auch noch einen Überweisungsträger zur Hand haben.“ Laut Krüger solltet Ihr immer dann vorsichtig sein, wenn Euch jemand schnell zu einer Barzahlung drängen will.

Achtet auf Eure Wertsachen

Neben dem reinen Ergaunern von Bargeld agieren die Betrüger oft noch aus Motiven: Teilweise wird der Kontakt mit Passaten genutzt, um diese zu bestehlen. Während eine Person den Passanten mit dem Klemmbrett ablenkt, klaut eine andere Handtasche oder Wertgegenstände aus den Taschen. Ebenfalls sehr gängig bei der Klemmbrett-Masche: Café- oder Restaurantbesucher werden im Außenbereich angesprochen und das Klemmbrett als Sichtschutz verwendet, um unbemerkt Smartphone oder Portmonee zu entwenden.
Manche Betrüger sind aber nicht auf das Geld aus, sondern auf Namen und Anschrift. Sie teilen dann ihren Komplizen mit, dass an der angegebenen Adresse zur Zeit niemand zu Hause ist und diese dort einbrechen können. Außerdem könnten die Adressen für unerwünschte Werbezwecke benutzt werden. Verrät man dann auch noch sein Geburtsdatum, können die Betrüger unter dieser Identität im Internet bestellen oder Verträge abschließen.

Freundlich, aber bestimmt zurückweisen

Der REWE Markt in Holm-Seppensen hat ein Auge auf die Betrüger und verweist diese so schnell wie möglich vom Gelände, wurde uns mitgeteilt. Kunden, die sich belästigt fühlen, mögen sich umgehend bei Mitarbeitern melden. Diese werden dann entsprechend handeln. Solltet Ihr auf der Straße mit der Klemmbrett-Masche angesprochen werden, weist die Person freundlich, aber nachdrücklich zurück und behaltet Eure Wertsachen im Auge. Wenn Euch verdächtige Personen auffallen oder Ihr oder andere zu stark belästigt werden, ruft die Polizei.