Keine guten Nachrichten für alle, die gerne die Badeseen im Kreisgebiet nutzen:  Nachdem bereits Mitte Juni Algen auf dem See im Maschener Moor festgestellt wurden, gibt es jetzt eine Zerkarienwarnung für den Badeteich Ramelsloh. 

In diesem Fall schlugen Badende selbst Alarm: Nach dem Besuch des Badeteichs Ramelsloh gab es mehrere Fälle von Zerkariendermatitis. Daher stehen an den Zugängen des Sees nun entsprechende Hinweisschilder. Das Gesundheitsamt rät dazu, sich an diese Hinweise zu halten.

Juckreiz und Quaddelbildung

Zerkarien sind Wurmlarven. Zunächst gelangen Wurmeier durch den Kot von Wasservögeln in Gewässer und wachsen in Wasserschnecken zu Larven (Zerkarien) heran. Diese Larven können bei Hautkontakt zu Menschen starken Juckreiz verursachen. Zum Glück lässt dieser in der Regel bald wieder nach. Bei intensiverem Kontakt kann die Haut allerdings mit stärkerem Juckreiz und einer rötlichen Quaddel- oder Papelbildung reagieren. Das ist zwar lästig und unangenehm, nach zehn bis 20 Tagen aber wieder vorbei.

Schutzmaßnahmen empfohlen

Das Gesundheitsamt rät, keine Enten zu füttern, wasserfeste Sonnenschutzmittel zu verwenden, sich nach dem Baden kräftig abzutrocknen, um Larven von der Haut zu entfernen, feuchte Badekleidung zügig auszuziehen sowie Kratzen und damit Wundinfektionen zu vermeiden.
Leider gibt es aktuell keine wirksame, ökologische vertretbare Bekämpfungsmethode der Larven.
Wenn Ihr Fragen zu dem Thema habt, stehen Euch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamts telefonisch (04171- 693-626) oder per E-Mail (gesundheitsamt@lkharburg.de) gerne zur Verfügung.