Morgens Stau, abends Stau und am Wochenende erst recht: Die Straßen in und um Hamburg sind empfunden dauerhaft verstopft. Zu hohes Verkehrsaufkommen gepaart mit Baustellen und Sperrungen zerren an den Nerven. Jörg Becker von der Buchholzer Fahrschule ForMotion rät zu Entschleunigung. 

Der Straßenverkehr ballt sich in deutschen Städten. Sie sind permanente Verkehrsknotenpunkte. Bei Überlastung droht schnell der Kollaps. Nicht zufällig sprechen Forscher diesem Zusammenhang von einem „Verkehrsinfarkt“. Der Grund dafür ist leicht gefunden, denn rund um die Uhr teilen sich Fußgänger, Radfahrer, Autos, Mopeds, Busse, Bahnen, Skateboards und neuerdings sogar E-Roller die Straßen und Bürgersteige.

Negative Auswirkungen auf Umwelt und Nervenkostüm

Nicht nur eine Belastung für die Umwelt; auch für den Menschen sind Lärm und Abgase des städtischen Verkehrs extrem anstrengend. Aber auch die psychische Belastung aufgrund von Stress in Folge verstopfter Straßen und stockenden Verkehrs ist nicht zu unterschätzen. „Stress begleitet Tag für Tag Millionen von Autofahrern auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule der Kinder“, so Jörg Becker von der Fahrschule ForMotion GmbH. „Dabei gibt es keinen schlechteren Beifahrer; das permanente Gehetztsein mindert unsere Aufmerksamkeit und verleitet uns zu riskanterem Fahrverhalten.“


Gelassen im Straßenverkehr

Doch gelassen bleiben fällt schwer, wenn der Verkehr regelmäßig zu den Stoßzeiten nahezu vollständig zum Erliegen kommt. „Das einzig wirklich effektive Mittel, um dem alltäglichen Wahnsinn auf innerstädtischen Straßen zu begegnen, ist Entschleunigung“, weiß Jörg Becker. „Zeitmanagement und vorausschauende Planung helfen, gar nicht erst terminlich bedingter Hektik zu verfallen. Anstatt mit Vollgas auf die gelbe Ampel zuzusteuern oder sich notgedrungen in waghalsige Parklücken zu zwängen, besser eine halbe Stunde früher losfahren!“

Unterschiedlichste Stressfaktoren

Stop-and-go ist jedoch nur eines von vielen Ärgernissen, mit denen sich Autofahrer in Städten herumschlagen: Dazu kommen noch hohe Parkgebühren, zu wenig Parkmöglichkeiten, Baustellen sowie das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer.
Wer nicht nur sein Nervenkostüm, sondern auch die Umwelt schonen möchte, dem rät Jörg Becker, das eigene Auto stehen zu lassen. „Zusätzlich zu öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es eine stetig wachsende Anzahl innovativer Angebote, um mobil zu bleiben. Von Bike-Rental bis hin zu Carsharing ist für jeden etwas dabei. Sogar die klassische Fahrgemeinschaft erlebt dank digitaler Technologien zurzeit eine regelrechte Renaissance. Damit entgehen Sie mitunter zwar auch nicht dem zermürbenden Straßenverkehr, aber geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid!“

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