Die Polizei hatte in diesem Jahr zahlreiche Einsätze auf dem Buchholzer Stadtfest zu bewältigen. Geprägt war das Einsatzbild von Körperverletzungen zwischen Alkoholisierten aber auch Diebstähle von Wertgegenständen, die den Besuchern aus den Taschen entwendet wurden.

Einer Buchholzerin wurde ein Iphone aus der Handtasche gezogen, während sie sich in der Fußgängerzone befand. Einer anderen wurde das Bargeld aus der Geldbörse genommen als diese sie vermutlich zuvor verloren hatte.

Zwei heranwachsende Buchholzer im Alter von 18 und 20 gerieten am Freitagabend in einen Streit weil der ältere die Umhängetasche des jüngeren weggenommen haben soll. Der Streit endet damit, dass der 18-jährige den 20-jährigen in den Schwitzkasten nahm und ihn schlug. Die Streitenden wurden getrennt und Strafverfahren wegen Körperverletzung und Unterschlagung eingeleitet.

Im Thomasweg gerieten am Freitagabend ein 23-jähriger Gödenstorfer und ein 19-jähriger Buchholzer aneinander. Der Gödenstorfer schlug dem Buchholzer dabei mit der Faust ins Gesicht und versuchte mit einem Sprungtritt das Opfer zu attackieren. Durch die eingesetzten Beamten wurde der immer noch aufgebrachte Verursacher festgenommen und sollte dem Polizeigewahrsam zugeführt werden. Hierbei sperrte er sich mit ganzer Kraft gegen die polizeilichen Maßnahmen. Es wurden Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung eingeleitet. Der 23-Jährige verblieb bis alle Fahrgeschäfte und Buden geschlossen hatten im Gewahrsam und konnte dann nach Hause gehen.

In einem anderen Fall wurde ein jugendlicher Buchholzer von mehreren jugendlichen und heranwachsenden Flüchtlingen am Samstag im Stadtpark angetanzt. Die Ablenkung wurde dann dazu genutzt, um dem 16-jährigen Buchholzer in die Gesäßtasche zu greifen und die Geldbörse herausziehen. Die Tat blieb jedoch nicht unbemerkt, so dass die Täter die Geldbörse fallen ließen. Die drei afghanischen Jugendlichen im Alter von 16,17 und 18 wurden noch vor Ort vom Sicherheitsdienst angesprochen und zur Polizeiwache verbracht.

Ein 37-jähriger Rumäne fiel ebenfalls am Samstagabend auf dem Rathausplatz auf weil er Besuchern des Stadtfestes zu nahe kam. Als er von den eingesetzten Beamten angesprochen wurde, fing er an zu randalieren und machte klar, dass er für Gespräche nicht bereit wäre. Er wurde noch vor Ort festgenommen und zur Ausnüchterung in das Polizeigewahrsam verbracht. Wo er bis zum Sonntagmorgen seinen Rausch ausschlief und dann entlassen wurde.

Die Festnahme des Rumänen nahm ein 19-jähriger Buchholzer zum Anlaß, um seinen Unmut zu den polizeilichen Maßnahmen Luft zu machen. Ihm wurde noch vor Ort die Möglichkeit gegeben sich zu entfernen und die polizeilichen Maßnahmen nicht zu stören. Dem kam er widerwillig nach, folgte aber den Polizeikräften zur Wache, um sich dort direkt vor die Einfahrt zu setzen. Welchen Zweck diese „Sitzblockade“ nun hatte, blieb in einem weiteren Gespräch unklar. Da sich die Person jedoch aufgrund seiner dunklen Kleidung der Gefahr aussetzte von Verkehrsteilnehmern und Einsatzfahrzeugen übersehen zu werden, wurde er aufgefordert den Platz zu verlassen. Daraufhin schlug der Buchholzer mit voller Wucht gegen das neben der Einfahrt befindliche beleuchtete Polizeischild, welches glücklicherweise unbeschädigt blieb. Das Ganze blieb jedoch nicht ohne Folgen. Um Straftaten zu verhindern und den zuvor ausgesprochenen Platzverweis durchzusetzen, verbrachte er nun die Nacht in einer Gewahrsamszelle. Ein Alcotest ergab 1,76 Promille, was vielleicht eine Erklärung aber keine Entschuldigung für sein Verhalten ist.

Ein 33-jähriger Hamburger nahm das Stadtfest zum Anlass um vor den Beamten seine Fahrkünste und sein Fahrzeug zu demonstrieren. Natürlich blieb seine Fahrweise und sein Auftritt nicht ohne Folgen. In einer anschließenden Verkehrskontrolle stellten die Polizeibeamten Alkoholgeruch fest. Ein Alcotest ergab dann 0,68 Promille und beendete die Weiterfahrt. Bis zum Antritt des drohenden Fahrverbotes und dem zu erwartenden Bußgeld in Höhe von mindestens 500,- Euro kann der Fahrer noch einmal über sein Verhalten nachdenken.

Im Rahmen von Jugendschutzkontrollen wurden mehreren Jugendlichen die zum Teil zahlreichen alkoholischen Getränke weggenommen und zur Abholung für die Eltern auf der Wache hinterlegt. Hierbei wurde bei einem 20-jährigen Buchholzer Marihuana aufgefunden. In einem weiteren Fall versuchte ein 17-jähriger Buchholzer zu flüchten. Auch er hatte Marihuana dabei. Die aufgefundenen Drogen wurden beschlagnahmt und Strafverfahren eingeleitet.

Ein 16-jähriger Buchholzer versuchte am Samstagabend auf die Discoveranstaltung in der Schützenhalle zu gelangen. Bei der Eingangskontrolle fand der Sicherheitsdienst ein Einhandmesser in der Hosentasche. Zu welchem Zweck der Jugendliche das Messer nun unbedingt mit zur Disco nehmen musste, blieb unklar. Das Messer wurde einbehalten und ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Am Sonntagmorgen gegen 02:00 Uhr wurden einem 21-jährigen Hamburger die Geldbörse von zwei ihm unbekannte Personen entwendet. Diese hatte er zuvor in die Hand genommen, um den beiden Tätern ein Bier auszugeben. Die Geldbörse wurde ohne Bargeld wieder aufgefunden.

Ebenfalls am Sonntagmorgen gegen 04:30 Uhr versuchte ein Unbekannter einem am Bahnhof schlafenden Schneverdinger die Geldbörse aus der Tasche zu ziehen. Dies bemerkte er sogar noch und schob die Hand des unbekannten Täters weg. Als er später aufwachte, musste er feststellen, dass sein Iphone weg ist.

Einer 16-jährigen Hamburgerin trat ein bislang Unbekannter in den Weg, umarmte sie ungewollt und entwendet ihr 40 Euro sowie ein Iphone. Weiterhin griff er ihr so stark ans Handgelenk, dass sie Schmerzen hatte und sich losriss. Zeugen melden sich für Hinweise bitte bei der Polizei in Buchholz unter 04181-2850

Zu einer Körperverletzung kam es in der Poststraße nachdem sich ein 22-jähriger Buchholzer gegen einen dort aufgestellten Flohmarktstand lehnte. Der 59-jähriger Rotenburger und Besitzer des Standes war darüber so erbost, dass er dem Opfer mit den Fingern in die Augen stach. Eine ärztliche Untersuchung der Augen steht noch aus.

Quelle: Polizeiinspektion Harburg