Licht am Auto: So behältst Du auch im Herbst den Durchblick - Buchholz Connect
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Licht am Auto: So behältst Du auch im Herbst den Durchblick

3 November 2018 Allgemein Artikel Lifestyle News


Morgens nebelig, abends früh dunkel… – Die trübe Jahreszeit beginnt. Jetzt solltest Du als Autofahrer wieder verstärkt mit Licht fahren. Doch wann solltest Du eigentlich das Licht einschalten und welche Beleuchtung am Auto brauchst Du wann? Wir bringen Licht ins Dunkle!

Kürzere Tage, andere Wetterverhältnisse, schlechtere Sicht – so kannst Du dich auf der Straße, dem Radweg oder Gehweg grundsätzlich absichern:

  • Stelle sicher, dass Du selbst gut sichtbar bist!
  • Drossele die Geschwindigkeit bei schlechten Sichtverhältnissen
  • Sei besonders aufmerksam unterwegs, weil andere Verkehrsteilnehmer die Punkte 1 und 2 missachten könnten!

 

Von Abblend- bis Nebelschlusslicht: Was Du wann wie beleuchten darfst

Gerade im Winter ist eine korrekte Beleuchtung am Auto wichtig. Doch nicht nur die Technik muss in Ordnung sein – Du solltest diese auch richtig einsetzen! Hier bekommst Du eine Übersicht:

Das Abblendlicht
Wenn Du kein Tagfahrlicht hast, fährst Du am besten schon tagsüber mit Abblendlicht. Verpflichtend ist dessen Einschalten in Deutschland allerdings nicht. Nach Paragraph 17 der Straßenverkehrsordnung muss das Abblendlicht erst eingeschaltet werden, wenn es dämmert, bei Dunkelheit und wenn es die Sicht erfordert. In anderen Ländern wie Dänemark, Italien, Polen und Tschechien hingegen gilt eine ganzjährige Lichtpflicht. Staaten wie Kroatien und Bulgarien schreiben Tagfahrlicht oder Abblendscheinwerfer nur im Herbst und Winter vor.

Das Fernlicht
Vor allem auf nächtlichen Landstraßenetappen ist Fernlicht hilfreich. Es erhöht den einsehbaren Bereich und damit die Sicherheit. Anschalten darfst Du es aber nur, wenn weder Passanten, noch entgegenkommende oder vorausfahrende Fahrzeuge geblendet werden können. Zudem darf keine durchgehende Straßenbeleuchtung vorhanden sein. Wenn Du das Fernlicht auf Autobahnen einsetzen möchtest, muss der Mittelstreifen lichtdicht sein. Übrigens: Bei Schnee und dichtem Nebel ist das weiß strahlende Fernlicht übrigens kontraproduktiv, da es reflektiert wird und den Fahrer eher blendet.

Der Nebelscheinwerfer
Nebelscheinwerfer dürfen nicht nur bei Nebel, sondern generell bei schlechter Sicht eingeschaltet werden. Also auch bei starkem Regen oder Schneefall. Zusätzlich muss immer das Abblendlicht aktiv sein. Beim Einschalten der häufig auch gelblich leuchtenden Nebellampen ist aber Vorsicht geboten: Die Schalter sind bei vielen Fahrzeugen zweistufig. Der erste Druck aktiviert die Nebelscheinwerfer, der zweite die Nebelschlussleuchte. Letztere ist aber nur in bestimmten Fällen erlaubt!

Die Nebelschlussleuchte
Mit sehr hellem rotem Licht warnt die Nebelschlussleuchte den nachfolgenden Verkehr. Angeschaltet werden darf sie wegen ihrer Blendwirkung aber erst bei einer Sichtweite von unter 50 Metern. Zur Orientierungshilfe achte einfach auf die Leitpfosten am Straßenrand – sie liegen 50 Meter auseinander. Die Höchstgeschwindigkeit bei eingeschalteter Nebelschlussleuchte beträgt 50 km/h.


Zusätzlich zum Licht am Auto rät der ADAC auch zu folgenden Maßnahmen:
  • Winterreifen sind das A & O bzw. von O bis O ratsam! Zumindest kannst Du dich an die Faustregel „Von Oktober bis Ostern“ orientieren. Spätestens aber wenn Schnee, Matsch und Glatteis die Straßen beherrschen, sind Winterreifen eine Pflicht!
  • Reinige regelmäßig und gründlich die Scheiben und befreie diese von Insektenresten und anderem Schmutz!
  • Achtung Rutschgefahr: Auf den Straßen erhöht sich durch nasses Laub, Regen oder verlorenes Erntegut (in ländlichen Gebieten) die Rutschgefahr. Achte daher immer auf die Straßenbegebenheiten und gehe zur Sicherheit lieber etwas vom Gas!
  • Fülle die Flüssigkeit der Scheibenwaschanlage auf! Dafür bietet sich eine Mischung aus Scheibenreiniger und Frostschutz (mindestens bis -15 Grad) an, die in den entsprechenden Behälter unter der Motorhaube gefüllt wird.
  • Auch eine Kontrolle des Kühlflüssigkeitsstandes ist sinnvoll, allerdings nur, wenn der Motor kalt ist. Beim Öffnen des Behälters kann ansonsten heißes Wasser rausspritzen und für Verbrennungen sorgen!
  • Überprüfe deinen Ölstand!
  • Im Herbst nehmen auch die Wildwechsel zu. Sei also achtsam!
    Taucht Wild am Straßenrand auf, solltest Du als Autofahrer sofort das Tempo reduzieren. Befindet sich ein Tier bereits auf der Fahrbahn, sollte das Fernlicht ausgeschaltet und durch Hupen versuchen, das Wild zu vertreiben. Mit den Scheinwerfern aufzublenden, bewirkt eher das Gegenteil: Das grelle Licht verwirrt die Tiere und nimmt ihnen jede Orientierungsmöglichkeit, so dass sie verunsichert häufig einfach nur verharren und nicht weiterlaufen.
    Lässt sich ein Aufprall dennoch nicht vermeiden: Lenkrad gut festhalten und mit aller Macht die Bremse und Kupplung treten. Danach die Unfallstelle sichern und Polizei oder Jagdpächter informieren. Wichtig für die Schadenregulierung mit der Kaskoversicherung ist die Wildunfallbescheinigung, die von der Polizei oder dem Jagdpächter am Unfallort ausgestellt wird.
    Was viele nicht wissen: Quert ein Tier die Fahrbahn, folgt oft noch weiteres Wild! Denn Reh & Co. sind selten Einzelgänger.

Komm‘ gut und sicher durch den Herbst und Winter!


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