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(Foto: © Marco2811 - stock.adobe.com)

Personen von Zug am Bahnhof erfasst

18 Oktober 2018 Artikel Blaulicht Nordheide News


Zwei Schwerverletzte, über 300 Fahrgäste im Zug und fast zwei Stunden Streckensperrung zwischen Hamburg und Bremen. Das fand gestern am Buchholzer Bahnhof gegen 19 Uhr statt. Eine 19-jährige Frau und ein 33-jähriger Mann kommen ins Krankenhaus.

Am Mittwochabend wurde die freiwillige Feuerwehr Buchholz um 19:12h zu einem Personenunfall am Bahnhof in Buchholz alarmiert. Es wurden zwei Personen von einem Intercity erfasst und schwer verletzt. Nach ersten Ermittlungen der Polizeiinspektion Harburg und der Bundespolizeiinspektion Bremen ist nicht auszuschließen, dass zuvor beide Personen, als sie sich auf Bahnsteig 3 befanden, aus unklaren Gründen von einer unbekannten Gruppe vom Bahnsteig 7 aus provoziert wurden.

Mit bis zu 110 km/h durch den Bahnhof

Der IC 2307 war auf der Fahrt von Hamburg nach Bremen. Buchholz ist kein Haltepunkt dieses Zuges. Durchfahrende Züge passieren den Bahnhof mit bis zu 140 km/h – die Reaktionszeit zum Verlassen der Gleise beim Erkennen eines nahenden Zuges liegt bei rund zwei Sekunden. Gleis 7 ist für 110 km/h freigegeben.

Zwar leitete der 59-jährige Triebfahrzeugführer noch eine Schnellbremsung ein und gab Signalpfiffe ab, konnte jedoch betriebsbedingt erst 200 Meter hinter dem Bahnsteig anhalten. Von den rund 430 Passagieren wurde niemand verletzt – jedoch befanden sich die Waggons weiterhin am Unfallort. Nach Ablösung des Triebfahrzeugführers konnte der Zug um 21:48 Uhr die Fahrt fortsetzen. Es verspäteten sich 34 Züge, 13 weitere Züge fielen aus.

Feuerwehr zur Unterstützung

Bei solchen Einsätzen unterstützen die Feuerwehrleute primär den Rettungsdienst. Hilfe bei der Patientenbehandlung, sowie dem Transport dieser und beim Ausleuchten der Einsatzstelle. Ein Kriseninterventionsteam wurde ebenfalls hinzugezogen und fünf Personen mussten aufgrund von Schockzuständen vom Rettungsdienst behandelt werden. Im Einsatz waren 40 Angehörige der freiwilligen Feuerwehr Buchholz, Seelsorger, Sanitäter, ein Notfallmanager der Bahn und mehrere Polizeistreifen.

Gegen 21:50h konnte die Einsatzstelle verlassen werden. Die beiden schwerverletzten Personen wurden zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Mehrere Augenzeugen erlitten einen Schock und wurden anschließend betreut. Sie können erst in den nächsten Tagen vernommen werden.


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