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Euer neuer Job beim Gericht

1 Februar 2018 Artikel Nordheide News


Für das Amtsgericht Tostedt und Stade darf die Stadt Buchholz für die Schöffengerichte Laienrichter vorschlagen. Unter den Vorschlägen sollen alle Gruppen der Bevölkerung nach Geschlecht, Alter, Beruf und sozialer Stellung berücksichtigt werden. Vielleicht etwas für Euch?

Neben den Berufsrichterinnen und -richtern, müssen bestimmte Gerichte auch „mit ehrenamtlichen Richterinnen oder Richtern besetzt“ werden. So steht es in der Niedersächsischen Verfassung. Somit hat das Schöffenamt einen hohen Wert für eine moderne Demokratie. Bereits zu Zeiten der karolingischen Kaiser waren juristische Laien an der Rechtsprechung beteiligt. Die Aufgabe: ein vernünftiges Urteil fällen, aufgrund von Lebens- und Berufserfahrung. Schöffinnen und Schöffen sind Teil der Rechtsprechung, also einer der drei grundlegenden Staatsgewalten. Sie wirken mit, wenn es darum geht, Mitbürgerinnen und Mitbürger zu verurteilen, oder eben von einer Schuld freizusprechen.

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Eure Chance als Schöffe!

Für die Geschäftsjahre 2019 bis 2023 werden Schöffen gesucht und die Stadt Buchholz darf Laienrichter vorschlagen. Der Stadtrat wird in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause die Kandidatenliste verabschieden und öffentlich auslegen. Ihr könnt Euch natürlich auf das Amt bewerben! Das entsprechende Formular findet Ihr auf der Homepage der Stadt Buchholz, doch jeder der sich bewirbt, muss auch gewisse Voraussetzungen mitbringen. Wir haben Euch ein paar hier unten aufgelistet.

Voraussetzungen für ein Schöffenamt

Natürlich gibt es gesetzliche Vorgaben, die Schöffinnen und Schöffen erfüllen müssen. Diese kann man dem Gerichtsverfassungsgesetz und dem Deutschen Richtergesetz entnehmen. Die wichtigsten haben wir hier für Euch aufgelistet:

  • Deutsche Staatsangehörigkeit
  • Alter mindestens 25 und höchstens 69 Jahre
  • Wohnsitz in Buchholz
  • Keine relevanten Vorstrafen
  • Gesundheit und Sprachkenntnis
  • Keine Tätigkeit für die Stasi
  • Keine Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit
  • Ausgeschlossene Berufsgruppen
    Diese Regelung betrifft nur aktive Berufstätige. Dabei geht es vor allem um die Einhaltung der Gewaltenteilung. Aber auch um Gewissens- oder Interessenskonflikte, die eine freie Entscheidung beeinflussen könnten. Eine abschließende Aufzählung ist hier nicht möglich, dafür ist die Berufswelt zu bunt. Im Zweifel wird der Einzelfall geprüft.

Die gesetzliche Vorgaben lassen sich in der Regel objektiv beurteilen und überprüfen. Doch auch persönliche Fähigkeiten sollte man für das Amt mitbringen. Dazu zählen unter anderem:

  • Menschenkenntnis, Einfühlungsvermögen und soziale Kompetenz
  • Lebens- und Berufserfahrung
  • Logisches Denken und Intuition
  • Vorurteilsfreiheit
  • Mut und Verantwortung für Gerechtigkeit
  • Standfestigkeit und Flexibilität
  • Kommunikations- und Dialogfähigkeit
  • Kenntnisse über die Strafgerichtsbarkeit

Noch mehr Infos zum Schöffenamt bekommt Ihr natürlich online auf der Seite der Stadt Buchholz.


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